Ein neuer Lassie - Film wird produziert
Mal ganz unter uns gesagt, muss das wirklich sein?
Ok ich gebe zu ich habe eine Abneigung gegen deutsche Filme, wir sind nun mal nicht auf dem Hightech Stand von Hollywood.
Aber warum ausgerechnet Lassie?
Der letzte Lassie Film wurde 2005 gedreht, und es gibt sogar Nachzucht des Collies der Lassie gespielt hat in Deutschland.
Diesmal wurde ein Collie aus einer deutschen Zucht, sogar noch einer sehr jungen deutschen Zucht, und wer hätte es nicht sogar geahnt
nicht mal aus einer VDH Zucht genommen. Ich bin ehrlich ich wusste schon vor 1 Jahr davon, da die Züchterin mich gefragt hatte, ob ich ein Double
wüsste, also einen 2. Collie der dem Hauptdarsteller sehr ähnlich sieht und diesen entlasten könnte.
Ich weis nicht wirklich was ich davon halten soll. Ich liebe Lassie keine Frage , ich habe sogar die Serie auf DVD aber ob es dem Collie in Deutschland damit
zu wieder mehr Aufschwung verschafft?
Ist es denn wirklich so gut wenn der Collie wieder ein Modehund wird und dadurch die Rate der wilden Vermehrung steigt?
Wir haben doch jetzt schon das Problem das diese doch eigentlich sehr gesunde, langlebige und intelligente Rasse von Züchtern per Internet und Propaganda
krank geredet wird, nur um für Welpen mit den besten genetischen Werten richtig viel Geld zu bekommen.
ich kann verstehen das die Züchterin und auch die Züchter der Elterntiere stolz sind, und sicherlich werden auch genug nachfragen wie die Abstammung ist,
um dann genau so einen Collie auch besitzen zu können.
Aber wie sieht die Kehrseite des Ganzen aus, sollte der Collie wieder eine Moderasse werden?
1. Es werden wieder Menschen versuchen wild drauf loszuzüchten, in der Hoffnung schnell, viel Geld zu bekommen!
2. Dadurch werden wahrscheinlich wieder kranke und sehr wesensschwache Hunde in Familien vermittelt die mit der Intelligenz des Collies überfordert sind
3. Es werden wieder viel mehr Collies (und ich finde es sind jetzt schon viel zu viele) im Tierheim landen, weil die Schwarzzüchter ihre verkauften Hunden natürlich nicht zurück nehmen.
4. Es wird für alle Züchter schwer die wirklich geeigneten Leute für ihre Welpen zu finden , was jetzt oft schon schwer genug ist, weil alles nur einem Idealbild hinterher rennt.
5. Letztendlich wird es der Rasse mehr schaden wie wirklich nutzen, auch wenn sich einige wünschen dass es mehr Collies geben könnte.
Wir lieben unsere Collies, wir lieben auch unsere Welpen und wir züchten aus Leidenschaft zu der Rasse und jeder der einmal mit dem Collie virus angesteckt wurde, wird nie wieder davon los kommen. Dafür brauchen wir keine Neuverfilmung der Neuverfilumg eines Buches. und nein ich schreibe dies nicht weil ich neidisch wäre. Ganz ehrlich bei mir hätte keine Film Firma anfragen brauchen. Zudem bin ich mit den Besitzern/Züchtern der Elterntiere des Lassie Darstellers Befreundet, und ich freu mich für sie, aber für mich persönlich wäre dies nichts. Zumal ich zu dem noch mit einer Züchterin in den USA befreundet bin die bereits 2 Hündinnen welche direkte Nachfahren aller (außer des Darstellers von 2005) LAssie Darsteller sind, wenn es mir darum ginge. Aber ich glaube ich nicht das es vorteilhaft ist mit so etwas auch noch Werbung zu machen.
Der FCI Standard genau unter die Lupe genommen
Zu Grunde für meine Ausführungen lege ich den derzeit aktuellen FCI Standard welcher in der deutschen Fassung seit dem 14.08.2013 rechtskräftig ist. ( Wohlgemerkt erst seit knapp 6 Jahren)Die englische Fassung ist bereits seit dem 22.11.2012 in Kraft
Was fällt mir da als erstes auf? Nun ja die Abbildung stellt für mich schon den "perfekten" Collie dar, allerdings steht direkt darunter Diese Illustration stellt nicht unbedingt das Idealbild der Rasse dar. Hm da stellt sich mir doch die Frage warum nimmt man eine Abbildung eines Langhaarcollies der angeblich nicht dem Idealbild entspricht? Etwa weil der Collie da drauf wie ein Ami aussieht?
Aber weiter im Text.
Gleich im ersten Abschnitt "geschichtlicher Abriss" steht wortwörtlich Der lang- und der kurzhaarige Collie sind gleich, mit Ausnahme der Haarlänge. Bedeutet für mich es ist beides ein und die selbe Rasse nur 2 Varietäten, wenn man dann bedenkt das der Standard des Kurzhaar Collies erst 1974 anerkannt wurde (vorher liefen beide seit 1955 unter einem Standard) und der derzeit gültige Standard seit 1987 nicht mehr verändert wurde, während der Standard des Langhaar immer wieder aller ca. 20 JAhre eine Veränderung durch machte, frage ich mich wieso sich manche Länder und Clubs schwer damit tun die Verbindung von Kurz- und Langhaarcollies wieder zu erlauben. Und nur mal nebenbei angemerkt auch hier ist in der Illustration eher der amerikanische Typ zu erkennen und wiederum auch hier wird gleich proklamiert das dies nicht dem Idealbild entspricht.
und weiterhin heißt es da: Der langhaarige Collie ist eine etwas verfeinerte Version des ursprűnglichen arbeitenden Collies der schottischen Schafhirten, von welchen er seit mindestens űber hundert Jahren ausgesucht wurde.
Viele dieser Hunde kőnnen noch immer befriedigende Arbeit leisten,wenn man ihnen die Chance dazu gibt. Die Grundaussage ist, dass trotz all seiner Schőnheit, der Collie ein Arbeitstier ist.
Nun warum wird dann nicht zumindest der sehr wohl vorhandene FCI Natural Herding Aptitude Test (NHAT) angeboten? Ja auch hier komme ich wieder mit dem Beispiel USA, denn dort machen viele Züchter mit ihren Hunden den Herding Instinct Test (HIC) wie man in vielen Ahnentafeln sieht. Ja ich weis im Standard ist keine Arbeitsprüfung Pflicht, muss es auch nicht aber wenn ich schon ein " Arbeitstier" züchte dann sollte man doch wenigstens auch den Test machen ob das Tier auch zur der Arbeit geeignet ist für die es ursprünglich gezüchtet wurde. Für mich ist dies auch ein Wesentlicher Bestandteil des Wesens und Charakter eines Collies. Aber wie gesagt das wäre nur ein Vorschlag, denn es gibt ja schon sogenannte Wesenstests in den Zuchtordnungen.
Doch nun gehen wir mal ins Detail:
KOPF:
Die Kopf Proportionen sind von gröβter Wichtigkeit; sie műssen im Verhältnis zur Gröβe des Hundes betrachtet werden. Von vorn oder von der Seite gesehen gleicht der Kopf einem gut abgestumpften,sauber geschnittenen Keil mit glatten Außenlinien. Die Seiten verjűngen sich sanft und allmählich von den Ohren bis zum schwarzen Nasenschwamm. Im Profil betrachtet, verlaufen die obere Linie des Schädels und die des Vorgesichts parallel und gerade; sie
sind vom Stopp unterbrochen und von gleicher Länge. Der Mittelpunkt zwischen den inneren Augenwinkeln (welches das Zentrum des korrekt platzierten Stopps ist) stellt den Mittelpunkt einer ausgewogenen Kopflänge dar. Die Tiefe des Schädels von den Augenbrauen bis zum unteren Teil des Kiefers darf niemals űbermäβig sein (insgesamt nicht tief).
Jeder von uns weis wie ein Keil aussieht aber für die die sich nicht wirklich dran erinnern können hier mal ein Bild und sollte von der Gesamtform her auch der Kopf eines Collies sein.

Zum Vergleich hier der Schädel eines Collie

Man sieht deutlich die Keilform um das noch etwas verständlicher zu machen habe ich hier noch Beispiele von der Seite
Collie
Spitz Ich habe extra den Spitz gewählt weil viele der heutigen modernen Collies eher den Kopf eines Spitzes haben als eines standardgerechten Collies, denn weiter heißt es:
OBERKOPF:
Schädel: Flach.
Stopp: Leichter, jedoch wahrnehmbar.
Leider haben heute viele Collies inzwischen einen deutlich ausgeprägten Stop wie beim Spitz wie man anhand der oberen Bilder gut sieht. Das nächste große Streitthema unter Colliezüchtern ist folgendes:
Ohren : Klein, weder zu nahe beieinander auf dem Schädel, noch zu weit voneinander angesetzt. In der Ruhe zurückgelegt, jedoch sobald seine Aufmerksamkeit erregt wird, nach vorne gebracht und halb aufrecht getragen, d.h. annähernd zwei Drittel des Ohres stehen aufrecht und das obere Drittel kippt auf natürliche Weise nach vorne bis unter die waagrechte Linie der Kippfalte.
hier steht es doch schwarz auf weiß und ich verstehe nicht wieso oft genug Collies mit zu weit gekippten, teilweise zu weit auseinander stehenden oder gar Schlappohren (Stehohren lass ich jetzt mal aussen vor) gezeigt werden. Ja da steht auch das es natürlich sein soll, aber wo steht das man als Züchter dies nicht unterstützen kann? Ein erfahrener Züchter, weis das insbesondere im Zahnwechsel sich die Ohrenstellung stark verändert. Hier kann man aber entweder die natürliche Kippfunktion "unterstützen" aber auch noch zu weit ausseinander stehende Ohren aufrichten. Aber eben alles in unterstützender Funktion nicht als Zwang. Trotzdem gelingt dies nicht immer, da die Ohrform - und Größe eine sehr wichtige Rolle spielt. und wenn ich dann Collies sehe wo das Ohr bis zur Hälfte gekippt ist, ist das nicht standardgerecht. nur das obere Drittel soll Kippen und das auch nicht nach unten, sondern nach vorne leicht unterhalb der Kippkante.
Hier als Beispiel mal ein Bild wie ich das verstehe, wobei auch hier ein Ohr etwas weiter kippt wie das andere.

Der nächste Punkt wäre der Hals, hier steht im Standard: Muskulös, kraftvoll, von angemessener Länge, gut gewölbt
Das es inzwischen Collies gibt wo man den Hals kaum noch erkennen kann wegen zu voller Halskrause und zu kurz, brauche ich denke ich nicht erwähnen, enebso wenig wie das selbst dann das auftopieren der Haare des Kragens immer noch keine gut Wölbung machen.
Vom Hals geht es zum Körper. Hier steht explizit Etwas lang im Vergleich zur Grőβe. Warum gibt es dann Collies die quadratisch praktisch gut sind? Der Rücken muss länger sein als der Hund hoch ist. Also als Beispiel, ein Rüde mit sagen wir mal 60 cm Widerristhöhe sollte dann schon eine Rückenlänge von ca 70cm haben. Zum Vergleich mein eigener Rüde ist (ja ich weis nicht dem Standard entsprechend)65 cm hoch und hat eine Rückenlänge von knapp 80 cm. Wie wichtig dies ist erklärt dann der Standard zum Gangwerk.
GANGWERK: Die Bewegung ist ein unverkennbares,charakteristisches Merkmal dieser Rasse. Ein gut gebauter Hund dreht niemals die Ellenbogen aus, dennoch kommen sich die Vorderpfoten in der Bewegung verhältnismäβig nahe. Strickendes,kreuzendes oder rollendes Gangwerk ist höchst unerwünscht. Von hinten betrachtet stehen die Hinterläufe von den Sprunggelenken zum Boden parallel, jedoch nicht zu eng zusammen. Von der Seite gesehen ist die Bewegung flieβend. Hinterläufe kraftvoll mit starkem Schub. Ein entsprechend raumgreifender Schritt ist erwünscht; dieser sollte leicht und mühelos sein. Absolut solides Gangwerk ist unerlässlich.
Als Beispiel zeige ich hier mal ein Video von Diane Steele ihrem Seuss auf der National.
Und als letztes kommt das immer wieder allseitsbeliebte Thema der Farben!!
Im standard werden die Farben wie folgt deklariert:
Farbe : Zobel, dreifarbig und Blue Merle.
Zobel: Jede Schattierung von hellem Gold bis zum satten Mahagoni oder schattiert zobelfarben. Hell stroh- oder cremefarben ist höchst unerwünscht. "kleine Anmerkung am Rande, hier kann man durchaus auch hinein interpretieren, dass der sablemerle dazu gehört"
Dreifarbig (tricolor) : Vorwiegend schwarz mit satten, lohfarbenen Abzeichen an Beinen und Kopf. Ein Rostschimmer im Deckhaar ist höchst unerwünscht.
Blue Merle : Vorwiegend klares, silbriges Blau, mit schwarzen Flecken oder schwarzmarmorierter Zeichnung. Satte lohfarbene Abzeichen sind erwünscht; ihr Fehlen sollte jedoch nicht bestraft werden ( hmm bedeutet das, dass biblue wenn es das noch gebe erlaubt wäre?). Groβe schwarze Flecken,Schieferfarbe oder ein Rostschimmer sowohl im Deckhaar als auch in der Unterwolle sind höchst unerwünscht.
Alle vorgenannten Farben sollten mehr oder weniger die für den Collie typischen weiβen Abzeichen aufweisen. Folgende Zeichnung ist vorzuziehen: weiβe Halskrause, ganz oder teilweise, weiβe Brust, Läufe und Pfoten, weiβe Rutenspitze. Eine Blesse darf auf dem Vorgesicht oder auf dem Schädel oder an beiden Stellen vorhanden sein.
Komplett weiß oder überwiegend weiß ist höchst unerwünscht. Dieser Zusatz ist erst seit 2012 im Standard so ausgeprägt aufgeführt !!!
In keinem Satz des Standards wird erwähnt das eine Verpaarung sable x merle verboten ist im Gegenteil heißt es bei den Augen doch : Sehr wichtiges Merkmal: sie geben dem Hund den lieblichen
Ausdruck. Mittelgroβ ( niemals sehr klein), etwas schräg eingesetzt, mandelförmig und von dunkelbrauner Farbe, ausgenommen bei den merlefarbigen Exemplaren, bei denen die Augen häufig ( eines oder beide ganz oder eines oder beide teilweise) blau oder blaugefleckt sind. Der Ausdruck ist voller Intelligenz, mit einem lebhaften und wachsamen Blick beim Lauschen.
Dies war mal meine Interpretation des derzeit gültigen FCI Standard für den Collie. Und ich hoffe ich konnte so auch einige anregende Diskussionen auslösen. Bis zum nächsten Mal
Sablemerle mehr als nur eine Farbe ?
Nun hier ein paar Vorschläge
1. der sablefarbene Partner der für die sable x merle Verpaarung vorgesehen ist, muss anhand eines Gentest nachweisen, inkl. DNA Bestimmung, dass es auch genau dieser Hund ist und dass er keinen merle Faktor trägt. Dies bedeutet das er weder, ein nicht eingetragener sablemerle ist, aber auch kein Träger des merle Gens ist, da sich das merle Gen selbst über Generationen noch wieder durchsetzen kann, wie ein Fall in den USA zeigt.
2. alle sablefarbenen Welpen aus dieser Verpaarung müssen ebenfalls auf merle getestet werden, und das Ergebnis in der Ahnentafel vermerkt. Auch wenn man den sablemerle "normalerweise" in den ersten Tagen noch erkennt, aber auch hier können dem Menschen Fehler unterlaufen,selbst erfahrenen Züchtern.
3. Könnte man natürlich auch erst einmal zu den erst genannten Punkten, die Verpaarung nur auf begründeten Antrag erlauben, so wie es z.B. auch mit Halbgeschwister Verpaarungen gehandhabt wird. Dies würde dem zuchtführenden Verein/ Club die Möglichkeit geben diese Verpaarungsmöglichkeit kontrolliert einzuführen.
Ich finde hier muss der VDH und insbesondere der DCC endlich mal Fortschrittlichkeit beweisen und sich den Neuerungen und Gegebenheiten in der Colliezucht weltweit anpassen. Es kann nicht sein das andere Länder und Vereine hier wesentlich stärker engagiert sind. So wird der VDH immer mehr Mitglieder an Konkurrenzvereine verlieren und wird obendrein auch irgendwann nicht mehr Der Dachverband für die FCI in Deutschland bleiben. Vor allem muss wesentlich mehr Aufklärungsarbeit geschehen. Spezial-Seminare zum Thema Merle- Gen und die neuesten Forschungen hierzu wären sicher für alle Colliezüchter interessant und Pflicht .
American vs. British
Doch nun habe ich mal wieder etwas zum schreiben gefunden.
Wie jedes Jahr, fand auch diesmal Anfang März zuerst die Crufts, die weltgrößte Hundeausstellung in Grßbritannien statt.
Wir waren nicht live vor Ort, weil ehrlich gesagt ich mir die Möglichkeit, dass mal ein Collie gewinnt als sehr gering ausgemalt habe.
Aber um es kurz zu machen möchte ich die BoB (Best of Breed) vorstellen.
CH TIGANLEA TINKERBELL AT REVDVICK
nun ja ich denke das Foto wird ihr vielleicht nicht wirklich gerecht, aber es hat jeder seinen Geschmack. Auch wenn ich diesbezüglich vielleicht
angefeindet werde, aber für mich hat diese Hündin mit dem Standard nicht wirklich etwas zu tun.
1. Die Ohren sind viel zu weit auseinander und auch zur Hälfte und nicht wie im Standard 1/3 gekippt
2. Der Rücken erscheint mir viel zu kurz und eine wirkliche Hals Rückenlinie ist nicht erkennbar
3. steht sie in der Hinterhand sehr steil und zudem unter dem Bauch
4. wirkt dieser Hund für mich nicht mehr elegant und majestätisch sondern zusammengefaltet.
5. Der Stop scheint doch schon recht stark ausgeprägt zu sein
6. Da sie relativ von vorn fotografiert wurde sieht man nicht viel von der Rute, aber ihre ganze Haltung spricht eher dafür,
dass sie diese einklemmt und nicht frei trägt
Wie gesagt ich habe sie nicht laufen gesehen und auch kein Video davon gefunden aber für mich ist dies kein Collie mehr der dem britischen Standard entspricht,
so wie er in der derzeitigen Form existiert.
Im Gegensatz dazu möchte ich gerne die diesjährige Gewinnerin der amerikanischen Collie National vorstellen!
Die Collie NAtional ist die größte amerikanische SPezialausstellung und alles was Rang und Namen hat versucht dort auch seine
Hunde zu präsentieren. Gemeldet waren wenn ich das richtig zusammen gezählt habe 667 Collies allerdings sind da die für Agility,
Herding usw nicht mit dabei sondern nur Conformation aus ganz Amerika in Kurz- und Langhaar.
und die Gewinnerin ist ( ja auch hier wieder eine Hündin) die 9 jährige
GCHB Taliesin Fresh Powder O'Paray
Auch wenn beide Hündinnen nicht die selbe Farbe haben kann man doch ganz klar den doch sehr großen Unterschied feststellen.
Dies ist auch der Grund warum für mich persönlich der amerikanische Collie eher dem Typ entspricht den ich mir vorstelle wenn ich den Standard lese.
Warum
Blutgruppenbestimmung in der Hundezucht sinnvoll oder nicht
Bei einer bekannten Züchterin in Kanada ist nämlich genau dies passiert und sie hat bei einem Wurf auch Welpen verloren. Die bisher überlebenden Welpen stehen unter ständiger Kontrolle.
Nun Frage ich mich,warum ist das in der Hundezucht immer noch kein Thema? Stattdessen werden Statistiken über leer gebliebene Hündinnen und verstorbene Welpen geführt, doch nicht an der Ursache geforscht.
Dabei ist das bei uns Menschen schon sehr lange bekannt. Ich selbst bin diesbezüglich betroffen, da ich den Rhesusfaktor negativ habe und musste in der Schwangerschaft gespritzt werden damit meine Babys keine Probleme bekommen.
Selbst in der Pferdezucht ist das Problem bekannt. Denn wenn man googelt bekommt man insbesondere infos zur Katzen - und Pferdezucht. Sind wir inzwischen so blind ?
Ein weiteres Aha-Erlebnis hatte ich, als ich las wie die Blutgruppen beim Hund bestimmt werden. Eine befreundete Bearded Collie Züchterin haute mir nämlich genau diese Bezeichnungen infolge einer Erklärung über Autoimmunerkrankung um die Ohren. Und ich verstand nur Bahnhof.
Da ich mich noch nicht so intensiv eingelesen habe, aber das Thema mich wirklich brennend interessiert, habe ich diesen Post angefangen. Ich werde nach und nach den Post um interessante links erweitern. Aber zum einlesen erst einmal folgende:
https://hundetipps.info/hundegesundheit/blutgruppen/
http://v17.laboklin.com/pages/html/de/VetInfo/aktuell/lab_akt_0401.htm
Streitthema DM
DEGENERATIVE MYELOPATHIE
von Nancy Magnusson
Übersetzt mit google translate (Übersetzung grob überarbeitet !)
Ich wurde beschuldigt gefühllos und schlecht zu sein, weil ich darauf hingewiesen habe, dass die degenerative Myelopathie eine Alterskrankheit und schmerzlos ist. Und ich stimme zu, ich bin gefühllos, wenn es um solche Dinge geht. Nicht weil ich keine Hunde verehre, sondern weil ich nicht glaube, dass man wissenschaftliche Fragen beantworten kannst, indem du emotional reagierst. Obwohl ich innerlich selber sterbe, wenn einer meiner Hunde stirbt, frage ich nicht ob wir aufhören sollten zu züchten. Ich versuche nichts zu ändern, bis ich nicht nur emotional, sondern auch rational überzeugt bin.
Das Hauptargument der Kritiker ist, dass es für den Besitzer und alle Beteiligten schmerzhaft ist, und wir müssen es loswerden.
Hier sind die Fakten!
Jeder Hund wird sterben. Und jedes Mal, wenn ein Hund stirbt, ist es emotional sehr schmerzhaft. Ob der Hund jung, alt oder mitten im Leben ist, es reißt dein Herz aus.
Und doch stirbt jeder Hund. Wenn irgendeine Form des Todes ein Fehler unsererseits als Besitzer oder Züchter ist, dann sind wir ALLE Fehler und wir alle versagen JEDES Mal.
Die Frage ist also nicht, ob wir Hunde vom Sterben abhalten können. Die Frage ist, ob wir Hunden so lange und glücklich, funktionell und schmerzfrei ein Leben geben können, wie sie es brauchen.
Es gibt ein paar Grundregeln, denen wir folgen müssen, wenn wir von degenerativer Myelopathie sprechen.
1) Es gibt keine DM-Diagnose ohne Autopsie!
DM ist eine Krankheit, die wie andere Krankheiten aussieht und viele andere Krankheiten können wie DM aussehen. DM ist eine sehr spezifische Störung, die das Ergebnis einer Autoimmunschwäche ist. Es sind NICHT "Rückenprobleme" oder "Einknicken" oder hinkende oder fortschreitende Lähmung. Es ist nicht die einzige Nervenerkrankung und es ist nicht das einzige, was Hunde dazu bringt, die hintere Funktion zu verlieren. Hunde können wegen einer Bandscheibenerkrankung, einer ganzen Reihe von Muskelkrankheiten, anderen nervösen Störungen, Gleichgewichtsstörungen, einer großen Anzahl von Verletzungen und sogar der einfachen Muskelatrophie des Alters "einknicken". Jedes dieser Symptome kann DM nachahmen. Egal, wie sehr es "aussieht" oder "wie DM" wirkt, bis die Nerven unter dem Mikroskop untersucht werden, gibt es keine richtige Diagnose. Hunde mit DM können normale Myelogramme, normale Blutuntersuchungen und sehr subtile Symptome haben. Und umgekehrt können Hunde OHNE DM abnorme Myelogramme, abnormale Bewegungen, sehr dramatische Symptome haben. Und schließlich ALL diese anderen Dinge können einem Hund mit einem positiven DM-Gen-Ergebnis passieren. Auch wenn ein Hund ein gen-positives Ergebnis hat, kann es ohne Autopsie nicht diagnostiziert werden.
2) ES GIBT KEINE DM-DIAGNOSE ALS SOLCHES OHNE AUTOPSIE!
Sie können also nicht sagen: "Wir wissen jetzt, dass Hunde, von denen wir dachten, dass sie an Verletzungen gestorben sind, DM hatten" oder "Wir glauben, dass es viel häufiger vorkommt, als wir dachten" oder etwas Ähnliches. Wenn der Hund keine Autopsie hatte, kann er nicht in die Krankheitsstatistik gehen. Oh, und habe ich das erwähnt
3) ES GIBT KEINE DM-DIAGNOSE OHNE AUTOPSIE!
Schauen wir uns Zahlen an. Die meisten unserer Zahlen für degenerative Myelopathie in Corgis sind in Pembrokes, weil sie als Rasse viel zahlreicher sind und häufiger von der Krankheit betroffen sind. Mit anderen Worten, sie haben ein viel größeres Problem mit DM als Cardigans. Chessies sind auch sehr hilfreich.
* Pembrokes haben eine 60% Gen-positive Rate für DM.
* ein Pembrokes stirbt, wenn er wegen DM getötet wird, im Durchschnitt 13 Jahre lang.
* PWCCA meldet eine durchschnittliche geschätzte Pem-Lebensdauer von 13 Jahren. Dies scheint mit dem übereinzustimmen, was wir in Cardigans sehen, wo 13-14 unser normales Lebensende für einen gesunden Hund ist.
* Pembrokes bekommen keine klinische DM mit einer Rate, die sogar ihre gen-positive Rate erreicht. Es gibt sehr wenige gute Inzidenz-Studien (eines der großen Probleme bei der Analyse dieser Krankheit), aber die höchste Rate von DM Berghaus gefunden wurde 2%, in GSDs.
* Ob es gefällt oder nicht, die Aussage "Die Krankheit ist schmerzlos" ist wirklich wahr. Wenn ein Hund im Alter von 13 Jahren an etwas sterben muss, ist das nicht der schlechteste.
Wir wissen wirklich FAST NICHTS über die Verbindung zwischen diesem Gen und dieser Krankheit. Aber wir sind sofort bereit, denn wir hassen die Vorstellung, dass Hunde sterben, RADIKAL die gesamte genetische Ausstattung mehrerer Rassen verändern, um das Gen zu eliminieren. Wenn wir nichts über das Gen wissen. Also ja, ich widerspreche der Idee, Zuchtentscheidungen zu treffen. Weil ich ziemlich sicher bin, dass, wenn wir so viel mit unserem existierenden Genpool herum spielen, diese vielen Hunde raus nehmen, werden wir entdecken, dass das Sterben um 13 nicht so schlecht war. Wir werden etwas entdecken, oder etwas finden, das sie viel früher und viel schmerzhafter tötet.
Dies sind einige Beiträge, die ich letztes Jahr auf ShowCardi-L gesetzt habe. Ich komme später zurück und redigiere später.
Wir alle wissen, wie das funktioniert. Jeder verspricht, dass wir immer noch Träger benutzen, aber es wird "Oh, er ist ein toller Hund, fabelhaftes Temperament ... aber du weißt, er ist ein DM-Träger, oder?" Oder "Ich würde gerne XX Hund verwenden, aber ... er ist ein DM Träger. "Oder, noch tödlicher für die Braut," Ich weiß, er ist nicht perfekt, aber er trägt keine DM. "
Ich habe gerade einen wunderbaren Vortrag von Francis Collins, dem Leiter des Human Genome Project, besucht. Er ist wohl der weltweit führende Experte für genetische Fragen. Er sagte, dass die Berufung auf Gene, um den Verlauf eines Lebens zu bestimmen, bankrott und verrückt ist. Wenn wir etwas gelernt haben, ist diese Umgebung alles.
Es scheint mir, dass die einzig richtige Reaktion sowohl auf DM als auch auf IVDD und realistisch auf jeden neuen genetischen Test darin besteht, wie verrückt zu testen (und ich beabsichtige, meine Mädchen zu testen) und dann absolut nichts mehr für 15 Jahre zu machen. Wir müssen sehen, ob die getesteten Generationen tatsächlich an der Krankheit sterben und in welchem Verhältnis, ob die Ernährung sie beeinflusst, ob die Impfung sie beeinflusst (wenn die Impfung die Autoimmunhypothyreoiditis stark beeinflussen kann, gibt es keinen Grund, diese Autoimmunerkrankung nicht zu verursachen) ), ob Familie X es bekommt, wenn die Hunde 14 sind, aber Familie Y bekommt es, wenn die Hunde 5 sind, und so weiter. Die Pem-Studien zeigen, dass der Medianwert der Einschläferung für DM in dieser Rasse 13 Jahre beträgt. Und so sehr ich auch die Idee einer genetischen Krankheit hege, guter Kummer, sie müssen an etwas sterben!
Wenn ich mich zwischen einer Krankheit, die mit 13 tötet, und einem Wirt anderer Themen entscheiden muss, gehe ich jedes Mal auf die Alterskrankheit zu.
Wir müssen eine Lektion von den Basenji-Züchtern nehmen, und wir müssen es uns sehr genau ansehen. Sie haben die Fanconi-Epidemie geschaffen, indem sie sich von einer anderen Krankheit entfernt haben. Der Unterschied ist, dass sie nach Afrika zurückkehren können (und gehen), um einen neuen Gründungsstock zu bekommen und hoffentlich das Problem zu lösen. Wir haben keine Tasche von Cardigan Genetik irgendwo in Wales. Wir stecken fest mit dem, was wir haben. Eine bewusste Verengung des Genpools sollte daher nur mit GROSSER Angst und Zittern erfolgen.
Da dies eine unpopuläre Meinung ist, wollte ich nur die statistischen Daten für eine Minute erwähnen.
Wir sind auf keinen Fall bereit, irgendwelche Aussagen über DM in der Rasse zu machen, basierend auf den bisherigen OFA-Ergebnissen für Cardigans. Bei so wenigen Eingeschlossenen haben wir eine Fehlerquote, die wahrscheinlich 20% oder mehr beträgt - mit anderen Worten, die Risikokennzahl könnte tatsächlich so niedrig wie 0% oder so hoch wie 30% oder mehr sein.
Die Ergebnisse vom OFA-Typ brechen bereits eine der wichtigsten Regeln statistischer Erhebungen - dass Sie nicht auf die Ergebnisse warten, die Ihnen kommen; Du gehst sie holen. Freiwillige Informationen und reaktionsschnelle Umfragen (wo die involvierten Personen Ihnen die Informationen senden, anstatt einen Zufallszahlengenerator zu verwenden und einen wirklich zufälligen Teil der Bevölkerung abzufragen) sind immer verzerrt, weil die Leute sich genug darum kümmern, eine Umfrage zurückzuschicken Klicken Sie auf Ihren Link oder senden Sie einen Bluttest sind selten völlig unbeteiligt. Sie alle haben eine Axt zu schleifen, ob positiv oder negativ, daher ist ihr Input weit weniger als optimal, wenn es darum geht, etwas über Statistiken vertrauenswürdig zu sagen.
Linienzucht
Heute möchte ich mal das Thema Linienzucht näher beleuchten. Was bedeutet linienzucht überhaupt und was bezweckt man damit?
Jeder Verein hat diesbezüglich andere Regelungen die manchmal doch recht ins Makabere rutschen, so dass man sich als Züchter der sich mit Genetisch und Vererbung beschäftigt fragt, wer diesen Blödsinn verzapft hat.
Als erstes möchte ich klar stellen, dass ein guter Züchter in meinen Augen definitiv sich als erstes mit der Vererbung und bitte nicht nur was Erkrankungen und Farben angeht, auseinandersetzt. Hier ist es definitiv notwendig auch Ahnentafeln lesen zu können.
Aber zurück zum Thema. In der Linienzucht unterscheidet man zwischen "gesunder" und "ungesunder" Linienzucht. Hierbei geht es insbesondere darum einen Typ zu festigen und Erbfehler zu finden und raus zu züchten. Um dies am schnellsten zu erreichen, dient die "gesunde" linienzucht. Auch wenn jetzt viele aufschreien werden, dies beinhaltet die Zucht mit eng verwandten Tieren wie mutter/Sohn , Vater/Tochter und Großeltern/Enkel verpaarung. Letzteres besonders , da man sowieso sagt : "schau dir die Großeltern an, dann weist du wie die Enkel aussehen werden. Aus eigener Erfahrung kann ich dies bestätigen, wenn ich mir meine Würfe und Würfe von meinen Nachzuchten anschaue. Auch hierbei sollte man genau wissen auf welches Großelternteil man züchten möchte. Zur "gesunden" linienzucht zähle ich unter vorbehalt auch Halbgeschwisterverpaarungen. Dies allerdings nur wenn dank der einen Seite genug outcrossverpaarungen gemacht wurden. Mal als Bsp. man hat eine Hündin und nimmt einen Rüden welcher den selben Vater hat. Beide haben aber in den Mutterlinien viel outcrossverpaarungen welcher aber immer noch gut zum gewünschten Typ (hier der des gemeinsamen Vaters) passt. Dadurch würde dieser Typ in der Weiterzucht gefestigt werden. Allerdings sollte man danach wieder in die Outcrossverpaarungen gehen.
Die "ungesunde" linienzucht ist die Zucht mit Tieren enfernter verwandten Grades wie Onkel/Tante oder Cousin /Cousine. Klar hat man auch hier einen gewissen gleichen Typ, aber wenn man sich nicht mit den in den Ahnentafeln befindlichen Ahnen auskennt kann dieser Schuss ganz schnell nach hinten los gehen und man bekommt schwere Erbfehler u.ä. Sachen in die Zucht. Wenn man dann mit diesen vermeintlich tollen Nachwuchs weiter züchtet verschleppt man diese Fehler immer weiter und es endet irgendwann in einer Katastrophe. Daher sollte man immer als Züchter so verantwortungsvoll sein und sich mit diesem Thema eng befassen. Auch die den Vereinen unterstellten Zuchtleiter sollten über dieses Wissen verfügen um gegebenfalls einschreiten zu können bzw. Erlaubnis für bestimmt Verpaarungen geben zu können. Leider wird in vielen Zuchtordnungen die "ungesunde" Linienzucht propagiert und die "gesunde" Linienzucht verteufelt bzw nur halbwegs und unter Auflagen erlaubt.
Auch hier muss ich in diesem Fall das Beispiel USA vs. EUROPA nehmen. Warum wohl gibt es in den USA wesentlich geringere Unterschiede in Wesen und Typ des Collies im Gegensatz zu Europa? Sicherlich auch weil dort der Standard detaillierter ist, aber in erster Linie, weil sich die Züchter dort auch dank ihres Mentoren Programms von vornherein mit dem Thema Linienzucht und Vererbung auseinander setzen. Dies soll aber natürlich nicht heißen das alles was in den USA gesichtet wird auch in Ordnung ist. Denn auch dort wie hier und anderswo gibt es schwarze Schafe die sich einen Dreck drum scheren was sie da züchten. Hauptsache es bringt Geld ein.
Also bitte schaut Euch die Züchter denen ihr Vertrauen wollt genau an
. Fragt sie aus und lasst Euch bitte nicht nur über Erkrankungen aufklären. Der Collie ist noch eine recht gesunde Rasse und das soll auch so bleiben. Auch wenn es gern anders propagiert wird. Und ich habe mit Absicht Züchter und nicht Verein geschrieben, weil nicht der Verein macht einen guten Züchter aus.
In diesem Sinne War das der letzte Post für dieses Jahr. Ich wünsche all meinen Lesern an frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins Jahr 2018
Die Zuchthündin, oder was alles schief gehen kann
Idealerweise kann man mit einer gesunden Hündin anfangen zu züchten, wenn diese 18 Monate alt ist, alle Untersuchungen und die zuchtzulassung hat. Wie gesagt idealerweise. Das erste " Problem" besteht schon mal darin zu erkennen ob die Hündin überhaupt schon bereit ist für Welpen. Es gibt auch hier wesentliche Unterschiede und man kann sich eine Zuchthündin ordentlich versauen, wenn man sie decken lässt, obwohl sie noch gar nicht bereit ist Welpen zu bekommen. Daß "geringste" daraus resultierende Problem wäre eine Hündin die sich danach nicht mehr decken lässt. Des weiteren wird sie die Welpen nicht richtig aufziehen, bzw komplett ablehnen, was einen immensen Mehraufwand für den Züchter bedeutet bis hin zur kompletten Handaufzucht, was ein 24/7 fulltimejob ist.
Wenn man nicht bereit ist diesen Aufwand in Kauf zu nehmen, sollte man vom Thema Zucht definitiv Abstand nehmen.
Dann gibt es aber auch das Problem, dass Hündinnen aus gesundheitlichen Gründen gar keine Welpen bekommen können. Das ist wie bei uns Menschen auch. Sei es durch Deformierungen der Gebärmutter, ausgeartet Eierstöcke und ähnlichem. Nur wie erkennt man das?
Nun entweder man lässt seine zukünftige Zuchthündin bereits vor dem ersten Deckakt untersuchen, oder aber spätestens nach einer Fehlgeburt oder dem Leerbleiben der Hündin ( vorausgesetzt der Rüde ist gesund und hat intaktes Sperma). Sicherlich können auch andere Faktoren wie Stress zum Leerbleiben führen aber so etwas kann man durch eine Untersuchung ebenfalls abklären.
Ich finde auch Deckrüdenbesitzer sind hier in der Verantwortung zumindest nach zu fragen ob es früher bereits Probleme gab. Denn meist wird zuerst der Rüde verdächtigt.
Was für mich an Tierquälerei grenzt, ist das manche Züchter wirklich der Meinung sind ihre Hündin muss Welpen bekommen, weil sie so toll ist. Dann wird x-mal zum Rüden gefahren zur Not künstlich befruchtet, weil die Hündin sich nicht decken lässt. ( schon mal was von Instinkten gehört ?)
Die Hündin bleibt immer noch leer, ok dann untersuchen wir halt doch mal die Hündin, und oh Schreck sie hat z.b. Zysten amn den Eierstöcken. Was nun? Hier wäre bei mir definitiv Schluß, die Hündin würde kastriert!!!
Aber es gibt auch andere Züchter die so stur darauf beharren das ihre Hündin Welpen bekommen muss. Also versucht man es mit Hormonbehandlung. ( daß Portemonnaie des Tierarztes freut sich und das neue Auto ist schon in Planung) Die Hündin hat natürlich auf Grund der ständigen Deckversuche bis zur Ursachenforschung auch ein gewisses Alter erreicht, in dem man davon absehen sollte sie noch Welpen bekommen zu lassen, aber nein der Tierarzt sagt nun ist alles ok , also wird vorsichtshalber ein anderer Rüde ausgewählt als der ursprüngliche Wunschkandidat, damit es ja auch nicht auffällt.
Mal ganz ehrlich, wie bescheuert ist das? Man muss auch mal akzeptieren, dass diese Hündin von der Natur nicht vorgesehen wurde Welpen zu bekommen. Warum ignoriere ich alle Gefahren von Fehlgeburt, Gebärmutterentzündung bisher zum Tod der Hündin? Selbst wenn alles gut geht, so kann man doch nicht sagen was die Welpen an "Schäden" vererbt bekommen. Das ist für mich unverantwortliche Zucht und ein Betrug am Deckrüdenbesitzer und denzukünftigen Welpenkäufern.
Auch wenn ich selber Züchterin bin, so sind meine Hunde in erster Linie Familienmitglieder und Partner und keine Gebärmaschinen. Und egal wie toll ich meine Hündinnen finde und der Meinung bin sie würden bestimmt tolle Welpen bringen, so steht das nie an erster Stelle, dazu liebe ich sie viel zu sehr.
Wahres Alter unserer Collies und daraus schließende Änderungen in der Zucht
Ich kenne diese Rechnung zwar bereits seit 2010, aber leider hält sich hartnäckig die Unwissenheit über das wahre Alter unserer Hunde.
Wir wissen alle das große Rassen eine geringere Lebenserwartung haben wie kleinere Rassen. Ausnahmen bestätigen auch hier die Regel, aber die alte Rechnung 1 hundejahr = 7 menschenjahre geht hier bei nicht auf.
Daher finde ich es wichtig darüber aufzuklären wie richtig gerechnet wird.
Wie gefährlich ist MDR1 wirklich
Immer wieder scheiden sich die Geister an dem Thema MDR1. Für die einen ist es das schlimmste überhaupt, anderen reicht einfach den Status zu wissen ohne sich deswegen verrückt zu machen.
Man sollte sich bewusst sein das es den Collie bereits über 100 Jahre als Rasse gibt, und demzufolge gibt es auch diesen genetischen Defekt. Und trotzdem haben Collies die Schafe hüten immer überlebt. Nun daran sehen wir doch das es hauptsächlich ein vom Menschen gemachtes Problem ist. Erst mit der Einführung von Medikamenten auch in der Tiermedizin wurde dieser "Defekt" bemerkbar.
Bereits seit Jahrzehnten ist Tierärzten bekannt das insbesondere britische Hütehunde auf gewisse Medikamente reagieren können, und seit etwas über 10 Jahren hat das ganze auch einen Namen und es gibt einen Gentest hier für. Mit Bekanntwerden des Gentest stellte man aber ein anderes Problem fest, nämlich das der Collie die am stärksten "betroffene" Rasse ist. Trotzdem meinten direkt die ersten Züchter man muss diesen Defekt ausmerzen indem man nur noch freie Hunde zur Zucht verwendet. Wie fatal das ganze ist sieht man bereits jetzt in vorwiegend deutschen Dissidenzzuchten. Es wurden immer wieder die selben Rüden benutzt so das inzwischen der Großteil der Dissidenz-Collies eng miteinander verwandt ist und man nur sehr schwer passende Deckrüden findet. Insbesondere wenn man nach wie vor auf die Werte schaut. Das dies teilweise ohne Sinn und Verstand passierte merkt man auch daran, dass auch MDR1 genetisch freie Collies trotzdem sehr empfindlich reagieren. Ich selbst besitze vom Status her alle 3 Varianten und kann nur sagen das meine beiden Hündinnen ( +/- und -/-) robuster und widerstandsfähiger sind wie mein Rüde ( +/+). Dazu muss ich sagen das meine -/- Hündin aus den USA importiert wurde, wo das Thema MDR1 erst im Jahr 2016 auf der National groß behandelt wurde und nun ein Großteil der Züchter anfängt zu testen. Trotzdem machen die US Züchter den Gentest nicht zum Nonplusultra ( Ausnahmen bestätigen die Regel ) sondern richten ihr Augenmerk nach wie vor auf Standard und Wesen. Ich bin inzwischen auch überzeugt davon das die robustere und natürlichere Haltungsform in den USA dazu beiträgt das auch -/- Hunde nicht empfindlich sind. Man muss sich auch bewusst machen das ein Collie niemals an diesem Defekt sterben kann. Sondern immer nur an Vergiftungen, die natürlich fatalere Auswirkungen haben als bei einer funktionierender Blut-Hirn-Schranke.
Das gefährliche was ich an diesem Hype um den MDR1 Defekt sehe,ist dass sich der Züchter und Halter und im schlechtesten Fall auch der behandelnde Tierarzt auf einem idealen Testergebnis von +/+ ausruht und der Hund trotzdem an der Behandlung stirbt. Mal abgesehen von den schrexkensmeldungen das ein Hund durch das fressen von Pferdeäpfeln/Kuh -oder Schafsmist gestorben ist, so sollte man bedenken das dann das Entwurmungsmittel Ivermectin zu hoch dosiert War ( ganz nach dem Motto viel hilft viel) oder aber der Hund große Mengen an Kot von frisch entwurmungsmittel Tieren zu sich genommen haben muss, kann ich von keinem meiner Collies sagen das sie Interesse an Pferdeäpfeln zeigen. In unserem Ort leben bestimmt an die 100 Pferde und es ist schier unmöglich demzufolge Pferdeäpfeln aus dem weg zu gehen,aber noch nie hat einer meiner Collies je Interesse daran gezeigt. Was Viel interessanter ist ist wenn Hufhorn von pferdehufen wenn der Hufpfleger/Schmied da War. Klar auch da kleben Reste von Pferdemist. Und wenn dann nehmen die Hunde es darüber auf. Und wer dies vermeiden will muss seinen Hund so erziehen das er draußen nichts aufnimmt. Egal was,schließlich gibt es inzwischen genug Idioten die Hunde vergiften wollen.
Mein Anliegen ist daher das auch insbesondere Züchter sich Gedanken machen sollten was sie mit ihrer Panikmache bezüglich des MDR1 defektes anrichten. Nicht nur das man unsere geliebten Collies krank redet, nein man verunsichert damit potenzielle Interessenten und sorgt zudem für einen engen Genpool. Von weiteren Auswirkungen kann und will ich auch nicht sprechen, da insbesondere das Thema Epigenetik also alle äußeren Einflüsse und Mutationen nicht bekannt sind und man daher deren Auswirkungen gar nicht einschätzen kann.
Das einzige was ich sehe ist das wertvolle Zuchthunde nur auf Grund ihrer genetischen Werte aus der Wahl fallen und in der Versenkung verschwinden. Die fatalen Folgen dessen kann man teilweise jetzt schon erahnen.
Genetik eine unendliche Geschichte
Leider muss ich mal wieder auf das alte Thema kommen. Da lese ich doch auf einer Züchter-Homepage folgendes:
"Wir wollen den gendefekt freien Collie züchten"
Wenn ich jetzt gemein wäre, würde ich diesen Satz schon inhaltlich so zerreißen, dass nichts mehr davon übrig bleibt. Aber ich versuche es erst einmal auf eine angenehme Art und Weise.
1. Es ist ja schön ein Zuchtziel vor Augen zu haben, dabei sei einmal dahin gestellt ob es wirklich sinnvoll ist eine Rasse nur anhand ihrer genetischen " Defekte" zu beurteilen.
2. Wie ich schon mehrfach in diesem Blog geschrieben habe, sollte man sich, wenn man sich schon die Genetik groß auf die Fahne schreibt, auch damit auskennen. Und dabei meine ich nicht nur die von den Laboren vereinfacht dargestellte Vererbung eines "Defektes"
3. Und sorry aber jetzt kann ich nicht mehr anders, einen genetisch freien Collie wird es nie geben! Wie ich so etwas behaupten kann? Ganz einfach ohne Gene gibt es keinen Collie. Sinnfrei bedeutet das für mich nichts anderes als
"Wir wollen ein Plüschtier züchten"
Und an genau so etwas sollten sich genau solche Züchter auch halten! Unsere Collies sind Lebewesen mit einer komplexen Genetik die noch nicht im geringsten vollends erforscht ist. Mal abgesehen, dass uns Mutter Natur eines gelehrt hat...
Es finden sich immer Mittel und Wege. Und wer das immer noch nicht wahr haben will soll sich Bitte noch mal in die Schule begeben und das Thema "Evolution " studieren.
Der einzige Sinn und Zweck eines solchen Zitates ist, Welpeninteressenten zu verunsichern um den eigenen Welpenpreis zu rechtfertigen. Das aber genau solche Aussagen dazu führen, dass der Collie als "kranke" Rasse gilt und damit die Anzahl der Interessenten und letztendlich auch Käufer zurück geht, wird nicht gesehen. Ebenso wenig das die Anzahl der Züchter und der Würfe weniger wird und somit wiederum der Genpool. Nicht mehr und nicht weniger. Und damit ist der Sinn des Züchtens komplett missverstanden worden.
Betrug in der Zucht
Es geht hierbei um Welpen die unter Angabe falscher Elterntiere verkauft werden, meistens sind es die Rüden die falsch angegeben werden. Mal abgesehen davon das es Betrug am Welpenkäufer ist, so ist es auch immer ein Betrug am Deckrüdenbesitzer und am Ahnentafel ausstellenden Verein.
Aktuelles Beispiel ist eine sable x bluemerle Verpaarung, bei der weißfaktorierte Hündin auf nicht weißfaktorierten Rüden trifft. Rein genetisch gesehen können daher nur ein paar weißfaktorierte Welpen bei raus kommen. Komischerweise sind es aber nur weißfaktorierte, Schecken und weiße Welpen. Dazu muss man sehen das im Haushalt der Hündin ein weißer Rüde lebt. Also wer ist nun wirklich der Vater der Welpen???? Und warum wird ein Vaterschaftstest grundsätzlich abgelehnt???
In den USA ist es derzeit auch vermehrt zu bewussten Double Sire ( 2 Rüden) Verpaarungen gekommen, nur mit dem Unterschied, dass hier um die Welpen registrieren zu können, ein Vaterschaftstest Pflicht ist und auch grundsätzlich gemacht wird. Auch wenn sich dann meist nur einer der Rüden, seltener beide Rüden als Vater heraus stellt. Was Sinn und Zweck des ganzen sein soll erschließt mich mir nicht wirklich, aber das ist die Sache des Züchters und ist normalerweise in Deutschland nicht erlaubt. Sicherlich kann sich kein Züchter insbesondere einer der auch Rüden hält davon frei sprechen das ein Unfall passieren kann, aber dann stur darauf bestehen das nur der angegebene Rüde der Vater ist, obwohl die Welpen defintiv aussagen es ist nicht so, dass ist Betrug !
Solchen Züchter sollte sofort das Handwerk gelegt werden egal, denn genau diese bringen verantwortungsvolle Züchter und Deckrüdenbesitzer in Verruf.
Mal ganz abgesehen davon, dass dadurch eventuelle Gesundheitswerte verfälscht werden. Dieses Risiko sollte es niemanden wert sein, schon gar nicht da es durchaus zu Schadensersatzforderungen kommen kann. Das es sich hierbei auch noch um einen relativen Neuzüchter handelt macht die ganze Sache für mich nur noch schlimmer. Zu mal es wohl nicht das erste Mal ist das Nachwuchs von diesem weißen Rüden einem anderen Rüden zugeschrieben wird, obwohl bereits von den ersten Welpenbildern an typmäßig klar war das der angegebene Rüde nicht der Vater sein konnte. Es muss doch jedem klar sein, der sich mit dem Thema Zucht auseinander setzt und in Linie gezogene Hunde benutzt, dass andere Züchter sofort in der Lage sind dies zu unterscheiden. Wieso versucht man dann Welpenkäufer so zu verarschen? Und was anderes ist es nicht. Ich finde man sollte wenn man so etwas vermutet sofort rechtliche Schritte einleiten. Sei es über den Verein des Züchters ( was meist starke Konsequenzen nach sich zieht, wie Strafegeld oder Raußschmiss) aber auch vor Gericht geht um einen Vaterschaftstest zu erwirken und Schadenersatz zu verlangen.
Welpenkauf leicht gemacht, oder worauf soll ich achten
Trotzdem muss man immer noch unterscheiden, kaufe ich als Züchter einen Welpen oder nur als Familie. Gewisse Punkte sind gleich, doch es gibt auch Unterschiede. Ich möchte hier mal meine Sichtweise als Züchter dar stellen, da jeder Welpenkäufer andere Vorrausetzungen bevorzugt auf die man nicht immer eingehen kann.
In erster Linie schaue ich mir erst einmal die Linien an. Ich persönlich bevorzuge zwar den reinen Amerikaner, aber es gibt auch Mischlinien die sehr interessant sind. Wenn man sich ein wenig mit den Linien auskennt, kann man als Züchter schon recht gut erkennen, ob eine Verpaarung von Interesse ist oder nicht. Was ich in meinen 8 Jahren bisher festgestellt habe, kann man meist davon ausgehen das 60 - 80% der Welpen nach der Mutterlinie kommen. Ich habe es an meinem eigenen Würfen erfahren und sehe es auch immer wieder an anderen Würfen. Klar spielt dann auch wieder eine Rolle wie der Vater gezogen ist. Geht man aber z.b. von folgender Kombi aus Mutter = 100% Ami und Vater 100 % Brite, wird sich immer die Mutter durch setzen. Es wird zwar vielleicht 1 Welpe oder auch 2 nach dem Vater kommen, aber da muss man dann genau hin schauen. Eine britische Züchterin hat es selber ausprobiert und auch ihre Ergebnisse sprechen dafür. Wenn man als Züchter also weis welchen Typ man bevorzugt, sollte man in erster Linie sich die Mutter anschauen.
Entspricht die Mutter meinen Vorstellungen , schaue ich mir nun die Vaterlinie genauer an. dank dem heutigen Zeitalter des Internets ist Ahnenforschung so leicht wie noch nie und die Datenbanken wachsen ständig. Ist der Wurf nun also von Interesse für mich , auf Grund der Linien, immer voraus gesetzt dass diese standard gerecht gezogen sind, schaue ich nach der Gesundheit. Ich rede hier noch nicht von Gentests, sondern in wiefern die Linien HD-frei gezüchtet wurden. Auch hier helfen sehr gut die Datenbanken.
In den USA ist das natürlich schwieriger, da hier die wenigsten Züchter röntgen lassen, da es nicht verlangt wird. Desweiteren sind die meisten erwachsenen Hunde zumindest klinisch Augen untersucht. Da derzeit bis zu 70% der Colliepopulation genetisch für CEA affected ist, sollte man hier zumindest darauf achten das sie klinisch frei oder mild sind, dies bringt nämlich keinerlei Beeinträchtigung, und auch mild untersuchte Elterntiere bringen klinisch freie Welpen. Auch wenn immer mehr Züchter auf die genetische Werte pochen, sehe ich hier drin die Gefahr das es irgendwann zu Mutationen neuer Erkrankungen kommt, zumal die wenigsten auf die Fehler ihrer eigenen Hunde schauen, sondern einfach nur die Hunde mit den besten Werten verpaaren. Demzufolge sind die Welpen in diesem Wurf nie einem Typ zu zu ordnen und fallen sehr oft auch aus dem Standard heraus. Es gibt nur wenige Züchter die wirklich in der Lage sind alle wichtigen Merkmale also Standard, Wesen, Knochenbau und Gesundheit so zu verpaaren das alles passt.
Wichtig ist dabei einfach auch die Aufklärung der Welpenkäufer.
Inzwischen sind viele Welpenkäufer durch die verschiedensten Berichterstattungen so verunsichert das sie lieber nur noch auf Gesundheit schauen und sich dann wundern wenn sie mit ihrem Colliewelpen andere Probleme bekommen. Zahnfehlstellungen, aggressives Wesen usw.
Wir Rassehundezüchter haben unseren Welpeninteressenten gegenüber auch ein gewisses Maß an Verantwortung. Wir sollten wirklich aufklären nicht nur Panik verbreiten, sollten das bestmögliche aus unserer Zucht machen und nicht nur darauf schauen, womit kann ich den Welpenpreis noch mehr in die Höhe treiben.
Ich finde es persönlich unmöglich die Untersuchungen der Elterntiere auf den Welpenpreis aufzuschlagen. Ich habe mich aus bestimmten Gründen für eine Hündin entschieden, habe mich dann entschieden mit ihr zu züchten und ich werde einen Teufel tun , andere Menschen für meine Entscheidungen und Kosten aufkommen zu lassen. Sicherlich will ein Welpeninteressent das ich seinen Welpen testen lasse, dann muss er dafür aufkommen, aber alles was davor kommt bis die Hündin Zucht fertig ist, hat nichts mit dem Welpenpreis zu tun. Alleine die Aufzuchtkosten, je nach Aufwand auch noch die Deckkosten, kann ich in den Welpenpreis einfliessen lassen, aber alles andere ist in meinen Augen Geldmacherei. Man bekommt sehr gute Welpen die Standard gerecht, Wesens fest und gesund sind bereits für 1000€ und weniger , wer mehr bezahlt ist meines Erachtens selber Schuld. Klar auch ich sehe nicht ein, wenn sogenannte Designerwelpen, was nichts anderes wie Mischlinge sind, für den Preis eines guten Rassehundes verkauft werden, weniger für meine Welpen zu verlangen, aber ich muss es auch nicht übertreiben. Bei vielen Rassen gibt es sogar vom Verband vorherbestimmte Welpenpreise.
Wer also auf der Suche nach einem Welpen ist sollte sich den Züchter und die Hunde Verbands unabhängig anschauen. Hat man das Gefühl dem Züchter ist das Geld wichtiger , Finger weg. Ich bin sogar ehrlich und gehe soweit zu sagen wir sollten wie es in anderen Ländern durchaus üblich ist, Die Preise für reine Familienhunde und Zucht/Ausstellungshunde staffeln.
Der Amerikanische Collie, Zucht, Haltung , Show in den USA
Nicht nur die Haltung, auch mal eine Show wie die National, sollte für jeden Liebhaber des amerikanischen Collies einmal im Leben pflicht sein.
Aber zuerst zur Haltung.
Als erstes sollte man da in ganz anderen Dimensionen denken. Viel von uns kennen nur Grundstücke zwischen 500 - vielleicht 5000m² . In den USA wird aber größtenteils in acre gemessen, was Grundstücke angeht 1 acre sind etwas über 4000m² , meist sind die Grundstücke aber viel größer. Wie halt alles in Amerika. Ich würde mal behaupten der Großteil der Züchter lässt wie hier auch im Haus die Hündin werfen. Es gibt auch Züchter die reine Hausaufzucht machen, allerdings haben auch diese meist extra Räume in oder am Haus, wo die Hunde in der Nacht untergebracht sind. Es gibt auch Züchter mit sogenannten Kennels. Das sind dann meist extra Häuser mit angrenzenden Freilaufflächen und Grooming Raum. Aber es gibt auch Züchter die ihre Hunde wie hier auch im Haus halten, wo die Hunde auf die Couch dürfen usw. Jeder gute Züchter wird wert darauf legen, seine Welpen gut zu sozialisieren. Viele haben wie hier auch Spielzeuge und extra Spielzeugrutschen und Häuser und dergleichen um die Welpen zu beschäftigen.
Klar um so größer die Zucht ist um so schwieriger wird das ganze, also haben viele Züchter, wenn die Angehörigen oder die Familie nicht mit hilft, Assistenten. Diese säubern die Kennelanlagen täglich , füttern und helfen beim grooming und der Ausbildung. Wer in den USA züchtet ( Puppymills natürlich ausgeschlossen) macht das teilweise als Fulltimejob, je nach Menge der Hunde. Auch hier gibt es Unterschiede. Da gibt es Zuchthunde, reine Showhunde oder auch Pet ( also ganz normale Familienhunde) . Allerdings ist es in den USA sehr verbreitet das Collies die als Pet verkauft werden, grundsätzlich mit Kastrationsvertrag abgegeben werden. Eben um zu verhindern, dass mit nicht zucht tauglichen Hunden gezüchtet wird.
Sicherlich hat der AKC nicht das Kontrollsystem wie hier, aber auch da werden Kontrollen durchgeführt. Immer Anfang des Jahres wird eine Vielzahl von Züchtern ausgesucht die im Laufe des Jahres kontrolliert werden. Was mich aber mehr begeistert, ist das Mentoring System des AKC. Möchte man anfangen im AKC seriös zu züchten, wird einem vom jeweilig zuständigen Collie Club der Region ein Mentor , also ein erfahrener Züchter zur Seite gestellt. Der einem alles zeigt, erklärt für Fragen da ist usw. So werden die Erfahrungen von einer Generation zur nächsten weiter gegeben. Insbsondere natürlich auch was das erkennen von Zucht, Show und Pet Welpen angeht. Nicht umsonst halten sich die meisten Züchter die besten Welpen eines Wurfes erst einmal für sich selbst zurück und erst im Laufe der Entwicklung wird dann die Entscheidung getroffen, wer bleibt und wer als Show/ Zucht oder Pet Hund weiter verkauft wird.
Hier ist es doch eher so das jeder sein eigenes Ding macht und sich gar nicht in die Karten schauen lässt oder nur so viel preis gibt, damit man sich ja keine Konkurrenz heran zieht. Nur so konnten sich auch die unterschiedlichen Typen hier entwickeln, trotz einheitlichem Standard. Das hat man in Amerika nur bei den Puppymills also den Vermehrern. Die ohne jeglichen Sinn und Verstand züchten nur um Geld zu verdienen.
Wie ich schon schrieb, unterscheiden die amerikanischen Züchter ihre Hunde in 3 Kategorien. Zuchthunde, Showhunde und als Pet. Nicht jeder Zuchthund wird automatisch eine Show besuchen, genauso wenig wie Showhunde nicht immer zur Zucht hergenommen werden, trotzdem ist es gerade in Amerika sehr verbreitet nu mit Champions zu verpaaren. So richtig bin ich durch das Punktevergabesystem in Amerika noch nicht durch gestiegen, da es auch mit der Anzahl der zu einer Show gemeldeten Hunde zu tun hat. Um den amerikanischen CH zu erreichen brauch ein Hund 15 Punkte und ich glaube 5 Majorpunkte. Allerdings zeigen die meisten Züchter ihre Hunde ca ab dem Alter von 9 Monaten. Dann sind die meisten aus dem sogenannten Gurkenalter heraus und haben auch schon das Welpenfell verloren. Im Sommer gibt es bei den einzelnen Clubs auch Puppymatches, bei denen dann auch Welpen mal einem Richter vorgeführt werden. In diesem Falle macht das meist der Züchter noch selber, während ältere Hunde sehr oft von professionellen Vorführern sogenannten Handlern gezeigt werden. Die meisten professionellen Handler züchten eher selten, da sie gar keine Zeit haben. Sie sind doch jedes Wochenende bzw teilweise schon in der Woche unterwegs, da die Shows in Amerika zwischen 3 und 6 Tage gehen. Es gibt spezielle Rasseshow's aber auch All Breed-Shows wie man es hier auch kennt. In den USA werden die Show's regelrecht zelebriert. Es gbt spezielle Gromming- Areas wo die Hunde hergerichtet werden, wo dann auch meist kleinere Ausläufe (ähnlich Welpenauslauf hier) aufgestellt sind mit dem jeweiligen Banner des Züchters daran. Um die Ringe herum sind Stühle aufgebaut für die Besucher und Besitzer. Die Ringe sind auch meist viel größer wie unsere hier auf Ausstellungen, so dass man auch sehr gut das Gangwerk beurteilen kann. Zumal es bei der National ( der größten Collieausstellung in den USA, jede Rasse hat übrigens seine eigene National) auch schon mal sein kann das pro klasse 40 Hunde und mehr gemeldet sind und diese dann auf 10er oder mehr Gruppen aufgeteilt werden. Dann werden aus diesen Gruppen nochmal die besten 3 oder 4 rausgepickt und diese laufen dann gegeneinander. Man muss also auch hier in völlig anderen Dimensionen denken. Und ich finde jeder Liebhaber des amerikanischen Collies sollte sich mal eine National angeschaut haben.
Nun zur Zucht. In den USA gibt es nicht wir bei uns eine Zuchtzulassung. Das bedeutet natürlich auch das leider Vermehrer leichtes Spiel haben mit schlechten Hunden zu züchten. Der Collie Club of America hat für seine Züchter einen Code of Ethics herausgegeben, also eine Art Richtlinie die einer Zuchtordnung in unserem Sinne etwas Nahe kommt. Trotzdem ist es oft üblich das Hündinnen sehr früh und auch mal 2 Hitzen hintereinander belegt werden. Allerdings nur wenn sie fit sind. Da viele amerikanische Hündinnen einen Zyklus von locker mal 10 Monaten haben können, ist das denke ich auch mal vertretbar. Zumal dann die meisten Hündinnen mit spätestens 6 Jahren aus der Zucht genommen werden. Teilweise auch früher, je nachdem wie sie sich vererben. Rüden hingegen werden meist schon mit 10 Monaten das erste Mal zum decken eingesetzt und oft auch noch nach ihrem Tod, da es auf Grund der Entfernungen in Amerika durchaus üblich ist, künstlich mit Frischsperma zu befruchten. Viele Züchter und Handler beherrschen die Frischspermaentnahme und brauchen dafür keinen TA. Dieser bzw spezielle Reproduktionskliniken werden meist genutzt für Gefriersperma. Daher kann es schon mal vorkommen das der eine oder andere Top Rüde aus vergangenen Jahrzehnten heute noch Vater eines Wurfes ist. ( als Bsp. kann ich hier Fantasy Bronze Talisman nennen) . Auf Grund dessen das in dieser Art der Zucht die USA uns weit vorraus ist, können die Züchter dort auf viel mehr genetisches Material zugreifen und trotzdem Linienzucht in Vollendung praktizieren. Auch weil in den USA der Kurz- und der Langhaarcollie als eine Rasse aber 2 Haarvarietäten gelten und demzufolge auch untereinander verpaart werden dürfen. Sicherlich hat alles seine Vor-und Nachteile und ich bin bestimmt der letzte der sagt in den USA wird alles richtig gemacht. Trotzdem ist es doch erstaunlich das sich selbst ca 100 Jahre nachdem die ersten Collies nach Amerika gekommen sind der Typ nie großartig verändert hat, während dies gerade in Europa doch sehr stark der Fall ist.
Dies war nur ein kleiner Einblick in das umfangreiche Thema, und ich werde sicherlich auf das ein oder andere Thema in einem anderen Post zurück kommen.



