Mehr Rechte für den Deckrüden Besitzer

Immer wieder hört man von „Züchtern“ die ihre Hündinnen decken lasse , aber letztendlich die Decktaxe prellen oder gar dem Deckrüden die Schuld an Fehlern geben.

In manch anderen Ländern wird dies anders gehandhabt, als hier in Deutschland.Wenn man als Deckrüden Besitzer seine Decktaxe verlangt muss man bei manchen Hündinnen Besitzern mit Klage drohen oder wirklich vor Gericht gehen um sein Recht zu bekommen. Warum frage ich mich? Wieso hat ein Deckrüden Besitzer weniger Rechte trotz Deckverträgen als Hündinnen Besitzer?

In den USA z.B. hat der Deckrüdenbesitzer das Recht mit zu entscheiden ob ein Wurf registriert wird und demzufolge Papiere bekommt oder nicht. So kann er dies z.b. Verhindern, wenn der Hündinnen Besitzer die Decktaxe nicht gezahlt hat. Dann bekommen die Welpen auch keine Papiere. Klar haben die meisten Züchter ihre eigenen Deckrüden, aber um zu enge Linienzucht zu vermeiden, müssen Züchter entweder blutsfremde Rüden nutzen oder dazu kaufen. Nicht jeder hat aber die Möglichkeit unbegrenzt Rüden zu halten. Wobei z.b. ein reines Rüden Rudel einfacher zu halten ist als ein gemischtes Rudel.

warum also sollte man auch hierzulande nicht Umdenken und den Rüdenbesitzern mehr Rechte von Vereinsseite einrichten. So sollte eine Wurfmeldung und der Antrag auf Ausstellung der Papiere von beiden Parteien unterschrieben werden. Und nur dann sollte der Wurf auch Papiere bekommen. Klar haben die Züchter die eigene Rüden haben dadurch einen Vorteil reicht ja eine Unterschrift, aber da es auch hier zB. Co-ownerschaften gerade bei Rüden gibt sollten dann eben beide Besitzer unterschreiben. So sind Hündinnen und Rüdenbesitzer auf der sicheren Seite das ein Deckvertrag eingehalten wird.

Mich würde hierzu gerne die Meinung meiner Leser interessieren.

Das Alter der Eltern sagt das Geschlecht der Welpen in einem Wurf voraus

Das Alter der Eltern sagt das Geschlecht der Welpen in einem Wurf voraus von Stanley Coren PhD., DSc, FRSC
Canine Corner

Züchter können die Geschlechtsverteilung in einem ungeborenen Wurf von Welpen beeinflussen.
Veröffentlicht am 26. Juni 2019

Vor ein paar Jahren lehnte ich mich an eine Wand und beobachtete eine Freundin in einem großen Freilauf, der mit einem Wurf von acht 7 Wochen alten Beagle-Welpen spielte. Sie hatte mich gebeten, mitzukommen, während sie einen Welpen auswählte, damit ich das Temperament ihres gewählten Hundes testen konnte. Während sie mit den entzückenden jungen Hunden interagierte, unterhielt ich mich mit der Züchterin, einer Frau, die einen guten Ruf dafür hatte, gesunde, kontaktfreudige Beagles zu produzieren.

Sie starrte die verschnörkelte Gruppe an und sagte zu mir: "In diesem Wurf sind sechs Mädchen und zwei Jungen. Wir würden das als Züchterwurf bezeichnen, denn die Mehrheit der Leute, die auf der Suche nach einem Welpen auftauchen, behauptet, dass sie es sind suchen ein süßes kleines Mädchen. Meiner Erfahrung nach sind die Männchen in Bezug auf Beagles ein bisschen sozialer und lockerer, aber diese Präferenz bei den Menschen ermöglicht es uns, eine kleine zusätzliche Prämie für die Weibchen zu verlangen, da es nicht so viel Gewinn gibt In der Hundezucht ist das wichtig. Ich wünschte, es gäbe eine Art Rezept, mit dem ich es wahrscheinlicher machen könnte, dass ich mehr Frauen in den Würfen habe, die ich züchte ist nur eine Frage des Zufalls. "

Ich erinnerte mich an dieses Gespräch, als ein Kollege, ein Genetiker an meiner Universität, mir kürzlich einen Artikel aus einer Zeitschrift mit dem interessanten Namen Theriogenology übermittelte. Ich brauchte ungefähr eine Minute, um die Wurzeln dieses Wortes auseinanderzuziehen, aber schließlich fiel mir ein, dass es aus drei griechischen Bestandteilen bestand: therio, was "Tier" bedeutet, aber normalerweise Tiere im Allgemeinen bedeutet; Genos, was "Geburt" bedeutet; und Logos, was "Studium von" bedeutet. Die Theriogenologie bezieht sich also auf einen Bereich der Veterinärmedizin, der sich mit Tiergeburtshilfe und verwandten Themen befasst.

Der Forschungsbericht, den ich erhalten habe, stammt aus Brasilien, und das Untersuchungsteam wurde von Anna Carolina Lopes Martins von der Abteilung für Veterinärmedizin der Päpstlichen Katholischen Universität von Minas Gerais geleitet. Tatsächlich versuchten diese Forscher herauszufinden, ob es bei Bullen und Muttertieren eine bestimmte Mischung spezifischer Merkmale gibt, die Würfe von Welpen hervorbringen können, die eine Tendenz zu einem größeren Anteil von Männern oder Frauen aufweisen.

Diese Studie basierte auf einer retrospektiven Analyse von 602 Schäferhundwelpen, die zu 101 Würfen gehörten, die aus der Paarung von 45 Müttern und 37 Vätern in einer privaten Zuchtstätte von 1996 bis 2016 stammten. Die Mütter wurden gemäß den Interessen des Zwingers natürlich verpaart und keine Würfe, die aus künstlicher Befruchtung resultierten, wurden eingeschlossen.

Die Ergebnisse, die diese Wissenschaftler erzielten, scheinen tatsächlich das "Rezept" aufzuzeigen, auf das mein Beagle-Züchter vor einigen Jahren gehofft hatte. Die erste wichtige Komponente ist das Alter des Dammes. Basierend auf einer komplexen statistischen Vorhersageanalyse stellten diese Forscher fest, dass der größte einzelne Effekt auf die Geschlechtsverteilung von Würfen das Alter der Mutter war. Grob gesagt, wird für jedes Jahr, in dem die Mutter älter als zwei Jahre ist, ein Anstieg des Anteils der männlichen Tiere im Wurf um 15 Prozent erwartet.

Wenn wir jedoch das Alter des Vaters berücksichtigen, wird unsere Fähigkeit, die Geschlechtszusammensetzung des Wurfs vorherzusagen, präziser. Insbesondere stellten sie einen höheren Prozentsatz an Männchen fest, wenn ältere Mütter mit jungen Vätern gepaart waren, und einen höheren Prozentsatz an Männchen für junge Mütter, die mit alten Vätern gepaart waren. Umgekehrt scheint sich ein höherer Prozentsatz von Weibchen zu ergeben, wenn junge Mütter mit jungen Vätern gepaart werden, sowie wenn alte Mütter mit alten Vätern gepaart werden. Mit anderen Worten, wenn zwischen dem Vater und der Mutter ein großer Altersunterschied besteht, gibt es Würfe voller Männchen, und wenn der Vater und die Mutter ungefähr gleich alt sind, gibt es Würfe mit mehr Weibchen.

Warum diese Veränderung des Anteils männlicher und weiblicher Welpen auftritt, ist unklar. Es wurde jedoch vermutet, dass sich die chemische Zusammensetzung der Vaginalflüssigkeit mit zunehmendem Alter des Hundes ändert, ebenso wie die chemische Zusammensetzung der Samenflüssigkeit, in der die Spermien vom Mann abgegeben werden. Es ist möglich, dass die Mischung dieser beiden Flüssigkeiten, abhängig vom Alter der verpaarten Hunde, die Scheidenumgebung für das Sperma, das das X-Chromosom enthält (das einen weiblichen Welpen produzieren würde), oder das Sperma, das das Sperma enthält, feindlicher macht das Y-Chromosom (das einen männlichen Welpen hervorbringen würde, wenn es eine Eizelle erfolgreich befruchten würde).

Diese Ergebnisse scheinen darauf hinzudeuten, dass das Bewusstsein für einige leicht zu manipulierende Faktoren, wie das Alter des Vaters und der Mutter, es den Züchtern ermöglichen sollte, die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, Welpen eines bestimmten Geschlechts zu bekommen. Es gibt jedoch auch einen zufälligen Faktor, den die Ermittler fanden und der die Größe des Wurfs betraf: Sie stellten fest, dass ein höherer Prozentsatz der Männchen für junge Muttertiere mit großem Wurf und für alte Muttertiere mit kleinem Wurf vorhergesagt wurde. Umgekehrt wurde ein geringerer Prozentsatz der Männchen für junge Muttertiere mit kleinen Würfen und für alte Muttertiere mit großen Würfen prognostiziert. Offensichtlich ist die Wurfgröße nicht leicht zu kontrollieren, aber wenn man diesen Zufallsfaktor ignoriert, deuten diese Daten darauf hin, dass die Auswahl von Hunden im richtigen Alter für die Verpaarung von Züchtern die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass Welpen eines bestimmten Geschlechts im Wurf auftauchen.

Ich denke, dass ich eine Kopie dieses Forschungsberichts an diese Beagle-Züchterin schicken werde, um zu sehen, ob sie versuchen möchte, mit diesem "Rezept" einige stärker weibliche beladene "Züchter-Würfe" zuzubereiten. Obwohl nicht zu viele, hoffe ich, dass ich im Laufe meines Lebens mit Hunden (mit Ausnahme des Hundes meiner College-Jahre) immer männliche Hunde besessen habe, und ich würde es hassen, wenn sie seltener und teurer würden.

References

Anna Carolina Lopes Martins, Marília Andreia Vaz, Max Mendes Macedo, Renato Lima Santos, Conrado Aleksander Barbosa Galdino, Raphael RochaWenceslau & Guilherme Ribeiro Valle (2019). Maternal age, paternal age, and litter size interact to affect the offspring sex ratio of German Shepherd dogs. Theriogenology 135, 169-173, https://doi.org/10.1016/j.theriogenology.2019.06.022

Inzucht nutzen um Inzucht zu steuern

Mit Inzucht zur Inzucht kommen
01.12.2014

Von Carol Beuchat PhD

Nehmen wir an, wir haben eine Population von Tieren, die zufällig brüten. Im Laufe der Generationen wird das durchschnittliche Inzuchtniveau in der Gruppe steigen, so wie Sie es sich vorstellen können, wenn Sie und eine zufällige Auswahl von nicht miteinander verwandten Menschen auf einer abgelegenen Insel Schiffbruch erleiden würden - schließlich werden alle mit allen anderen verwandt. Dies geschieht in der Tat bei Populationen von Tieren auf Inseln und auch bei reinrassigen Hunden mit einem geschlossenen Zuchtbuch. Und je kleiner die Population, desto schneller steigt der Inzuchtgrad.
Wir wissen, dass Inzucht die Homozygotie erhöht, und dies kann Vorteile haben (z. B. mehr Homozygotie, Präpotenz), aber auch erhebliche Nachteile, einschließlich Inzuchtdepression (die sich hauptsächlich auf die Fortpflanzungsmerkmale wie Wurfgröße und Welpensterblichkeit sowie die Lebenserwartung auswirkt) und die Zunahme Expression von schädlichen rezessiven Allelen (mehr hier und hier). Bei Wildtieren führt eine zunehmende Inzucht schließlich zu einer negativen Rückkopplungsschleife, dem so genannten Extinktionswirbel, über den wir bereits gesprochen haben.

Wie kann das Aussterben von Wildtierarten verhindert werden? Erstens vermeiden die meisten Tiere Inzucht, und es hat sich gezeigt, dass einige Tiere ihre Verwandtschaft (oder genetische Ähnlichkeit) möglicherweise anhand von Pheromonen oder den Genen des Immunsystems nachweisen können. (Neuere Studien haben dies auch beim Menschen festgestellt.) Die Bevorzugung der Zucht mit nicht verwandten Tieren ist eine sehr effektive Methode, um die Inzucht unter Kontrolle zu halten. Sie können auch sozusagen nicht alle Eier in einem Korb aufbewahren.


Eine Spezies hat normalerweise viele Subpopulationen, die durch die Geographie getrennt sind, aber das gelegentliche Tier verlässt seine ansässige Population und zieht zu einer neuen um, wobei es eine etwas andere Mischung von Genen mit sich bringt, die in die neue Gruppe eingeführt werden. Viele Arten vertreiben die Jungtiere oder die Nachkommen eines Geschlechts (insbesondere die Männchen), was zu einer gewissen genetischen Vermischung jeder Generation führt, wodurch die Tendenz zur Inzucht im Laufe der Zeit gemindert wird.

Tierzüchter, die mit relativ kleinen Tierpopulationen arbeiten (Hunderte oder vielleicht Tausende, aber nicht viele Millionen), müssen auch mit der Inzucht fertig werden, sonst wird sie mit der Zeit unerbittlich zunehmen. Sie können dies mithilfe von Zuchtstrategien tun, die nachahmen, was in natürlichen Populationen passiert. Wie würde das funktionieren?

Hier sind einige Stammbäume einzelner Hunde (alle derselben Rasse), in denen jedes Tier nur einmal vertreten ist (diese Diagramme werden von Pedigree Explorer erstellt). Die Gründer sind unten (rechts) und das Thema ist links. (In unserer Diskussion über das Problem mit Pudeln haben wir uns einige Stammbäume wie diesen angesehen.)

Die ersten beiden Stammbäume sind ähnlich und typisch für die meisten Stammbäume, die ich von reinrassigen Hunden angeschaut habe. Die jüngsten Generationen (links) haben eine enge Zucht und wie die meisten Rassen gibt es nur eine Handvoll Hunde an der Basis. Der Inzuchtkoeffizient (COI) des ersten beträgt 45,7%; die Sekunde ist 49.6% (!). Eine Geschwisterpaarung hätte im Vergleich einen COI von 25%. Diese Hunde sind definitiv Inzucht














Hier (unten) sind zwei weitere Stammbäume derselben Rasse, die jedoch eine ganz andere Zuchtstrategie aufweisen. Die Basis der Stammbäume ist die gleiche wie bei den oben genannten Hunden, und beide Stammbäume weisen auch etwa in der Mitte einen Engpass auf. Aber es gibt eine ausgeprägte Pilzform an den Spitzen der Stammbäume, und Sie können sehen, dass dies daran liegt, dass die jüngste Inzucht zwei Linien kombiniert hat, die für 4 Generationen oder mehr völlig unabhängig waren. Im Wesentlichen hat der Züchter zwei Inzuchtlinien gekreuzt, um Tiere zu produzieren, die relativ gesehen überkreuzt sind, mit COIs, die viel niedriger sind (21,4% und 18,8%) als in den obigen Beispielen. Immer noch Inzucht, aber viel niedriger als die ersten beiden Beispiele.











Natürlich sind alle diese Tiere miteinander verwandt, wenn Sie weiter zurück in der Ahnentafel stehen. Wie kann dies einen Unterschied im Inzuchtniveau bewirken? Wie können wir dies nutzen, um die Heterozygotie zu erhöhen?

Es gibt zwei Dinge zu beachten.

1) Die Wahrscheinlichkeit, ein bestimmtes Allel vom Paar an einem Ort eines Elternteils zu erben, beträgt 1/2 oder 50%. Mit jeder weiteren Generation verringert sich diese Wahrscheinlichkeit um die Hälfte; Die Wahrscheinlichkeit, ein bestimmtes Allel von einem Großelternteil zu erben, beträgt 25%, von einem Urgroßelternteil 12,5% und so weiter. Je tiefer in einem Stammbaum ein bestimmter Vorfahre vorkommt, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, ein bestimmtes Allel von diesem Tier zu erben. In den beiden unteren Stammbäumen oben haben die Eltern des Hundes in den letzten Generationen keine gemeinsamen Vorfahren. In Generationen, in denen es keine gemeinsamen Vorfahren gibt, gibt es keine zusätzliche Inzucht. Jede Inzucht muss also tiefer in der Abstammung liegen, und ihre Wirkung wird für jede weitere Generation des gemeinsamen Vorfahren um die Hälfte reduziert.

2) Das andere, was wir ausnutzen können, sind zwei Kräfte, die dazu neigen, zwei Populationen im Laufe der Zeit genetisch immer unterschiedlicher zu machen - natürliche oder künstliche Selektion und so genannte genetische Drift. Sie kennen sich mit Selektion aus. Wenn Sie mit zwei genetisch identischen Populationen begonnen und diese dann unabhängig voneinander gezüchtet, aber für dieselben Merkmale ausgewählt hätten, hätten Sie mehrere Generationen später keine identischen Populationen mehr. Beim Mischen der Gene mit jeder Generation und bei der Auswahl der Nachkommen, die in der nächsten Generation gezüchtet werden sollen, werden einige Gene mit der Zeit häufiger und einige weniger, und einige werden möglicherweise fixiert und andere gehen verloren. Die Nachkommen der vierten Generation der ersten Population sind genetisch nicht mit denen der zweiten Population identisch. Wenn Sie jeweils ein Tier zusammenzüchten, spiegelt sich die geringere genetische Ähnlichkeit in einem geringeren Inzuchtkoeffizienten der Nachkommen wider.

Also denke darüber nach. Sie haben eine Rasse mit Tausenden von Tieren in einem geschlossenen Genpool. Wenn Sie diese Tierpopulation in Teilpopulationen aufteilen und diese für mehrere Generationen unabhängig züchten können, können Sie für sich Tiergruppen erstellen, die Sie alle mehrere Generationen verwenden können, um Tiere mit einem niedrigeren Inzuchtniveau zu produzieren und auch wieder einzuführen Gene, die in einer Subpopulation vorhanden sein könnten, aber von einer anderen verloren gehen. Im Wesentlichen können Sie Inzucht in Untergruppen in einem ausgeklügelten Schema verwenden, um Inzucht in der Gesamtpopulation zu verwalten.













In der guten alten Zeit gab es große Zwinger, in denen Dutzende von Hunden gehalten werden konnten, was den Luxus ermöglichte, mehrere Gruppen von Hunden zu verwalten, mit denen Hunde mit gutem Typ ohne enge Inzucht erzeugt werden konnten. Die meisten heutigen Hobbyzüchter müssen mit weitaus weniger Hunden auskommen, aber Sie können diese Strategie mit ein wenig Planung nutzen. Sicher, es gibt wahrscheinlich bereits Subpopulationen in Ihrer Rasse, aber Sie wissen möglicherweise nicht, wo sie sich befinden. Eine genetische Analyse der Ahnentafel-Datenbank kann sie jedoch aufdecken. In jeder dieser drei Figuren hat die Analyse des Stammbaums einer Rasse Gruppen von Hunden ergeben, die mit größerer Wahrscheinlichkeit eng miteinander verwandt sind als mit Tieren in anderen Gruppen. Der erste, ein isländischer Schäferhund, wurde von Züchtern verwendet, um Taschen mit nützlicher genetischer Vielfalt zu identifizieren, bei denen das Risiko besteht, dass sie verloren gehen, und um das Inzuchtniveau in der gesamten Rasse zu senken. Das zweite und dritte Diagramm wurden verwendet, um die Tiere in einer Rasse zu identifizieren, die wahrscheinlich von einer bestimmten genetischen Störung betroffen waren, für die die Gene unbekannt waren (zentronukleäre Myopathie und Ellbogendysplasie, beide in Labradors). (Klicken Sie auf die Abbildung, um mehr über diese Studien zu erfahren.)
















Selbst in Populationen mit hohem Inzuchtwert gibt es wahrscheinlich eine solche "genetische Struktur", die Züchter nutzen können, um die genetische Gesundheit ihrer Rasse zu verwalten. Die Analyse einer Stammbaumdatenbank kann Diagramme wie diese erzeugen, mit denen die genetischen Untergruppen in einer Rasse wie in den obigen Beispielen identifiziert werden können, und gleichzeitig diejenigen Gruppen von Tieren identifizieren, die einem Risiko für potenzielle genetische Störungen unterliegen, so dass sie kontrolliert werden können.

Sponenberg DP und DE Bixby 2007 Rassenmanagement für eine sichere Zukunft: Strategien für Züchter und Zuchtverbände. (Verfügbar als eBook über iTunes)
Weitere Informationen zur Populationsgenetik finden Sie in den Online-Kursen von ICB.





Wissenbasierte Züchtung

auch hier wieder ein aus dem englischen übersetzer Artikel aus dem Caninechronicle...

Wissensbasierte Züchtung
322 - August 2010

von Dr. Carmen L. Battaglia

Wenn sich zwei Züchter im Gespräch treffen, tauschen sie häufig Informationen über Würfe aus und tauschen dann Ideen aus, die schließlich zu einer zukünftigen Zucht führen. Diese Gespräche erinnern mich daran, wie wir aus unserem Austausch von Informationen, Erfahrungen und Fehlern lernen, die das Lernen fördern. Erfolgreiche Züchter wissen, dass sie praktisch und geduldig sein müssen, um die Zeit und Anzahl der Würfe abzuschätzen, die erforderlich sind, um ein Problem zu lösen oder einen speziellen Hund zu produzieren. Wenn also eine geplante Zucht stattfindet, besteht normalerweise die Erwartung nach etwas Gutem. Es ist eine Annahme, die auf der Idee beruht, dass der Züchter über ausreichende Fähigkeiten und Kenntnisse verfügt, um einen wirklich guten Welpen zu erkennen. In diesem Sinne sind Züchter die Produzenten eines Produktes. Es macht also keinen Unterschied, welches Produkt Sie produzieren, das Ziel ist Qualität. Nehmen Sie zum Beispiel den Kuchenbäcker. Wir erwarten, dass ein Bäcker weiß, wie ein guter Kuchen aussieht und einen Kuchen erkennt, der Fehler oder Mängel aufweist. Von einem guten Bäcker wird erwartet, dass er einen großen, flachen oder runden Kuchen herstellen kann. Um dies zu tun, muss man wissen, welche Zutaten benötigt werden, wie lange es gebacken wird und wie der Kuchen nach seiner Ankunft behandelt werden muss.

Bäcker und Züchter verfolgen beide das gleiche Ziel, etwas von Perfektion hervorzubringen. Wenn der Produzent eines Welpen sich nur für den kommerziellen Aspekt der Zucht interessiert und beabsichtigt, Hunde zu verkaufen, um Geld zu verdienen, oder weil er süße Welpen für seine Kinder haben möchte, hat er kein Interesse an diesem Artikel. Für diejenigen, deren Interesse sich auf die Herstellung von Qualitätshunden konzentriert, die dem Rassestandard nahe kommen, lesen Sie weiter.

WISSENSBASIERT

Bevor neue Technologien wie DNA-Tests und Gesundheitsdatenbanken zur Verfügung standen, haben die Züchter in der Vergangenheit alles getan, um mit dem zu arbeiten, was sie brauchten. Heute ist das anders. Wissensbasierte Züchtung ist entstanden. Das heißt, wenn Qualitätsinformationen gesammelt und dann mit den Fortschritten der Wissenschaft gekoppelt werden, ist der Fortschritt sicherer. Selbst mit dieser Art von Wissen ist die Zeit und der Aufwand, um ein Problem zu beheben oder Würfe von gleichbleibender Qualität zu produzieren, nicht immer gering und kann nicht quantifiziert werden. Aus diesen Gründen ist sorgfältiges Denken erforderlich. Beispielsweise ist jetzt mehr darüber bekannt, wie man Stammbäume analysiert und neue Züchtungsmethoden einsetzt. Nehmen wir zum Beispiel den Züchter, der eine bestimmte Eigenschaft hervorbringen möchte, wie einen Hund mit einem Körper, der länger als hoch ist, einen keilförmigen Kopf, einen starken und ebenen Rücken oder einen Schwanz, der sich zusammenrollt oder herunterhängt. Um dies zu erreichen, müssen die Züchter genau auf die Merkmale der Vorfahren und auf das achten, was sie hervorgebracht haben. Für Züchter, die daran interessiert sind, die Frontmontage zu verbessern, müssen sie daran arbeiten, Nachkommen zu produzieren, die keine Vorderviertel mit kurzen und steilen Schulterblättern haben, die den Anschein eines kurzen Halses erwecken. Um diese Fallstricke zu vermeiden, müssen Informationen über die vierzehn Vorfahren der ersten drei Generationen und, wenn möglich, über ihre Wurfgeschwister gesammelt werden. Im einfachsten Fall ist jede Zucht eine Mischung aus Genen von Vater und Mutter (50–50). Der Züchter, der es ernst meint, Qualität zu produzieren, muss diese Vorfahren untersuchen und bewerten und dann eine Strategie entwickeln, die auf den gesammelten Informationen basiert.

Um die Chancen zugunsten des Züchters zu verschieben, hilft wissensbasiertes Züchten, die Nadel zu bewegen. Es erfordert die Sammlung der richtigen Arten von Informationen und die Bereitschaft, diese richtig zu verwenden. Es beginnt mit den vierzehn direkten Vorfahren des Vaters und der Mutter (drei Generationen). Sie sind von zentraler Bedeutung für das Risikomanagement und für Verbesserungen.

Wissensbasierte Zucht bedeutet mehr als nur zu wissen, ob ein Hund einen Defekt aufweist oder bekanntermaßen ein guter Produzent ist. Es ist mehr als ein paar Welpen als Ersatz für ältere Hunde zu retten. Das folgende Beispiel zeigt, wie Informationen, die über die Angehörigen der ersten drei Generationen gesammelt wurden, verwendet werden können, um bestimmte Verbesserungen vorzunehmen. In der Praxis beginnt die wissensbasierte Züchtung mit der Erinnerung, dass es zwei bekannte Möglichkeiten gibt, Stammbäume zu bewerten. Die erste heißt Tiefe des Stammbaums und ist das Studium der 14 Vorfahren in den ersten drei Generationen. Die Analyse dieser Verwandten ist wichtig, auch wenn sie nur eine kleine Stichprobe der Vorfahren eines Hundes darstellen. Die zweite heißt Stammbaumbreite. Dieser Ansatz beinhaltet die Untersuchung der Wurfgeschwister der 14 direkten Vorfahren. Sie erhöhen die Anzahl der Angehörigen und die Menge der gesammelten Informationen erheblich. Mit der Anzahl der untersuchten Verwandten steigen auch die Chancen auf Verbesserungen (Hovan, 2005). Von allen untersuchten Verwandten haben die Verwandten der ersten drei Generationen mit größerer Wahrscheinlichkeit den größten Einfluss auf einen Wurf.

Um diesen Punkt besser zu veranschaulichen, wird als Beispiel die Hüftdysplasie (HD) verwendet. Dies ist eine Krankheit, die zu einer Abnormalität des Hüftgelenks führt. Das Hüftgelenk besteht aus einem Kugelgelenk, bei dem der Kopf des Femurs (der „Ball“ oben am Oberschenkelknochen in die Beckenpfanne - das Acetabulum) passt. Bei dysplastischen Hunden passt das Gelenk locker in eine flache Hüftpfanne. HD tritt am häufigsten bei schnell wachsenden großen Rassen auf, kann aber auch bei kleinen Rassen auftreten. Betroffen sind junge (unter 1 Jahr) und ältere (skelettreif) Hunde. Lahmheit ist ein häufiges Symptom, das auf Gelenkschlaffheit zurückgeführt wird. Andere klinische Anzeichen sind ein Hasen-Hüpfen. Symptome sind Schwierigkeiten beim Aufstehen und Übungsintoleranz. Die Huntington-Krankheit betrifft beide Geschlechter und wird durch Röntgennachweis diagnostiziert.

Um die Bedeutung der Informationserweiterung besser zu veranschaulichen, werden wir zwei Hunde mitnehmen. Nennen Sie sie "A" und "B". In den ersten drei Generationen haben beide 14 Vorfahren. Wenn Hund "A" 9 von 14 Vorfahren hat, von denen bekannt ist, dass sie normale Hüften haben, über die Hüften der Wurfgeschwister dieser Vorfahren jedoch wenig oder gar nichts bekannt ist, wird "A" als guter Kandidat für die Erzeugung gesunder Hüften angesehen, bis ein anderer Hund ist mit einem besseren Stammbaum gefunden. Wenn Hund "B" 10 von 14 Vorfahren mit normalen Hüften und mehrere andere Vorfahren mit Wurfgeschwistern mit normalen Hüften hat, wäre "B" ein besserer Kandidat für die Erzeugung normaler Hüften als "A". Hunde, von denen bekannt ist, dass sie Vorfahren und Wurfgeschwister (Tiefe und Breite) mit einem gewünschten Merkmal haben, gelten als die besseren Zuchtkandidaten. Dieses Beispiel zeigt das Prinzip der wissensbasierten Züchtung anhand der Tiefe und Breite eines Stammbaums, um Verbesserungen vorzunehmen und das Risiko zu steuern.

ZUCHTWERKZEUGE


- Mein AKC - Free, angeboten von AKC (verfolgt Hunde und Nachkommen)
- Pedigree-Software beschleunigt die Codierung und Verfolgung von Merkmalen
- Weiterbildung - Siehe Zuchtseite: www.breedingbetterdogs.com
- DNA-Tests - Diagnosetests, veröffentlicht unter: www.breedingbetterdogs.com
- Orthopädische Stiftung für Tiere (OFA) - Dieses Papier
- Canine Health Information Center (CHIC) - Dieses Papier
- Paarungswahrscheinlichkeitstabelle - Dieser Artikel (Keller, 2006)
- Wünschbarkeits-Checkliste - Dieses Papier (Keller, 2006)
- Drei Stammbäume - Traditionell, Stick Dog Color Chart, Symbol (Battaglia 2009)
- AKC-Registrierungen und Mikrochips - Positive ID, Nachverfolgung und Wiederherstellung
- Zu wissensbasierter Züchtung gehört auch die Verwendung von Werkzeugen, von denen einige in Abbildung 1 aufgeführt sind.

ABBILDUNG 1. VERFÜGBARKEITSPRÜFLISTE


T = Gesamtzahl der Nachkommen, N = Anzahl und Prozent der normalen Nachkommen; D = Anzahl und Prozent der dysplastischen Nachkommen

- Häufigkeit des Auftretens des gewünschten Merkmals bei den 14 direkten Vorfahren (3 Generationen) - Tiefe des Stammbaums-
- Häufigkeit des Auftretens des gewünschten Merkmals bei den Wurfgeschwistern der direkten Vorfahren (3 Generationen) - Breite des Stammbaums
- Anzahl der Träger oder betroffenen Wurfgeschwister und Vorfahren (3 Generationen)
- Anzahl der Nachkommen mit den erwünschten und unerwünschten Merkmalen.
- Wenn diese beiden Züchter-Tools verwendet werden, können sie die Informationsqualität verbessern und die Gewinnchancen zugunsten des Züchters verschieben.

Ein drittes Instrument, das breite Anwendung findet, ist das Canine Health Information Center (CHIC) (zu finden unter www.caninehealthinfo.org). Es wurde vom American Kennel Club, der Canine Health Foundation (CHF) und der Orthopaedic Foundation for Animals gegründet. CHIC ist ein Online-Register, das mit den Elternclubs zusammenarbeitet, um ein Gremium testbarer genetischer Störungen zu erstellen, auf die jeder Club in seiner Rasse achten sollte. Die Strategie, die CHIC zugrunde liegt, besteht darin, dass Hunde die CHIC-Zertifizierung erhalten, indem sie die Gesundheitschecks durchlaufen. Das Bestehen jedes Gesundheitstests ist keine Voraussetzung für die Zertifizierung. Das CHIC-Programm legt Wert auf Gesundheitsbewusstsein und nicht darauf, fehlerfrei zu sein. Jeder Elternclub entscheidet, ob er sich für das CHIC-Programm anmeldet und die testbaren genetischen Störungen für seine Rasse festlegt. Beispielsweise kann ein Club eine Hüftuntersuchung, eine CERF-Untersuchung und eine Herzuntersuchung auswählen. Ein anderer könnte Hüften, Ellbogen und Schilddrüsenuntersuchungen wählen. Besitzer, Züchter und potenzielle Besitzer können online in der OFA / CHIC-Datenbank nach Hunden suchen und deren Testergebnisse anzeigen. Wenn ein Hund das empfohlene Testfeld ausfüllt, erhält er eine CHIC-Nummer, unabhängig davon, ob er alle Tests bestanden hat. Bei CHIC geht es um Gesundheitsbewusstsein, nicht um Gesundheitsperfektion. Wenn mehr testbare Störungen identifiziert werden, sind nur wenige Hunde für alle Tests normal. Ein weiteres Zuchtwerkzeug ist die Orthopädische Stiftung für Tiere (OFA: www.offa.org). Es verfügt über halboffene Register für Hüftdysplasie, Ellbogendysplasie, Autoimmunthyreoiditis, angeborene Herzerkrankungen und Patellaluxation. Über das OFA-Webportal können Sie nach einzelnen Hunden und ihrem Gesundheitsstatus suchen.

Sowohl OFA als auch CHIC sind Gesundheitsregister, die eine offene Offenlegung aller Ergebnisse von Gesundheitstests oder eine halboffene Offenlegung ermöglichen, in der nur normale Ergebnisse aufgeführt sind. In den Vereinigten Staaten wurden mehrere genetische Register eingerichtet, um die Züchter bei der Bekämpfung genetischer Krankheiten zu unterstützen. Die Canine Eye Registry Foundation (CERF) (http://www.vmdb.org/cerf.html) ist eine geschlossene Datenbank, in der nur normale Augenuntersuchungsergebnisse von an Bord befindlichen ACVO-Tierärzten angezeigt werden.

ZUSAMMENFASSUNG

Die wissensbasierte Zucht hat die Landschaft für die Zucht besserer Hunde verändert. Diejenigen, die diesen Ansatz anwenden, haben begonnen, in Bezug auf die Zucht eher nach der Richtung als nach dem Zufall zu denken. Durch den Einsatz von Technologie und Informationen kann die Anzahl der Fehler reduziert werden. Angesichts der Fortschritte, die jetzt durch wissensbasierte Züchtung erzielt werden, ist von den heutigen Züchtern mehr zu erwarten als in der Vergangenheit. So treibt Wissen gepaart mit Qualitätszuchtmaterial die Nadel voran.

Verweise:

Battaglia, C., 2010. Züchten von Hunden, um zu gewinnen, BEI Publications, Atlanta, Ga., S. 95-

Bell J., 2010. Rassebedingte Krankheiten als Tierarzt betrachten - praktische und ethische Aspekte, vorgestellt auf der Weltkonferenz der Veterinärverbände für Kleintiere,

Genf, Schweiz, 3. Juni.

Hovan, R. 2005. Erfassung und Verwendung phänotypischer Daten zur Minimierung von Krankheiten: Ein praktischer Leitfaden für Züchter. Konferenz über Hunde- und Katzenzucht und Genetik von Tufts, Sturbridge, MA, 30. September - 1. Oktober

Keller, G., 2006, Die Verwendung von Gesundheitsdatenbanken und selektive Zucht, OFA, Columbia, Mo. S. 7-11.

3 Schlüsselstrategien zur Reduzierung genetischer Störungen bei Hunden

Hier möchte ich mal einen interessanten Artikel aus dem amerikanischen übersetzt einstellen...

Drei Schlüsselstrategien zur Reduzierung genetischer Störungen bei Hunden
27.01.2016
 
Von Carol Beuchat PhD
In vielen Rassen wird das Ausweichen von genetischen Störungen zu einem signifikanten Problem, da störende rezessive Mutationen in der Bevölkerung weit verbreitet sein können. Die Notwendigkeit, die Produktion von Hunden zu vermeiden, die für eine bestimmte Mutation homozygot sind, treibt die Suche nach dem Gen und die anschließende Entwicklung eines Gentests an. In vielen Fällen werden diese Bemühungen von Züchtern finanziert, die glauben, dass "Identifizieren und Eliminieren" die beste Strategie ist, um mit dem Problem umzugehen. (Siehe Management genetischer Störungen: "Beseitigen Sie einfach das schlechte Gen".)
Da jeder Hund Dutzende oder sogar Hunderte von krankheitsverursachenden Mutationen aufweisen kann, wartet leider immer ein weiteres genetisches Problem in den Flügeln, das plötzlich in einer Rasse auftaucht. Wenn wir alle uns bekannten und noch nicht identifizierten Mutationen bei reinrassigen Hunden testen würden, wäre es unmöglich zu züchten, wenn die Züchter jedes Risiko vermeiden wollten.

Sie können die Sinnlosigkeit dieser Such- und Zerstörungsstrategie einschätzen, wenn Sie feststellen, dass die Anzahl der bekannten Erkrankungen bei Hunden die verfügbaren Tests bereits übertrifft. Dies ist ein genetischer Schlag ins Maul, und es wird nicht erfolgreicher sein, genetische Störungen bei Hunden zu beseitigen, als die Strategie, Ihren Garten von Maulwürfen zu befreien, indem Sie nur diejenigen abschießen, deren Köpfe aus einem Loch herausragen.
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Die Behauptung, ein Hund sei "gesundheitlich getestet" und daher ein guter Kandidat für die Zucht, ist völlig irreführend, wenn 5 Tests für eine Rasse zur Verfügung stehen, aber es gibt auch Dutzende von bekannten Erkrankungen, bei denen jeden Tag Tests und mehr auftreten (Was bedeutet "Gesundheit") getestet "wirklich gemein?).
Wir versuchen, Lungenkrebs zu beseitigen, ohne auf Zigaretten zu verzichten. Wir können Millionen für Forschung und Tests zur Bekämpfung genetisch bedingter Krankheiten bei Hunden ausgeben, aber wir können diesen Kampf nur gewinnen, wenn wir die Zuchtstrategien ändern, die die Probleme überhaupt hervorrufen. Die meisten genetischen Störungen bei Hunden werden durch rezessive Mutationen verursacht, die seit Hunderten von Generationen harmlos im Genpool lauern. Sie werden plötzlich zu einem Problem, weil wir reinrassige Hunde durch Inzucht in einem geschlossenen Genpool züchten. Das Inzuchtniveau in einer geschlossenen Population wird unerbittlich zunehmen, und mit zunehmender Homozygotie wird auch die Expression von krankheitsverursachenden Mutationen zunehmen. Dies ist nicht nur vorhersehbar, sondern unvermeidlich.
In einer idealen Welt wären Zuchtbücher offen für die Einführung neuer Hunde, die dem Genpool zugute kommen könnten, und es gibt einige Zwingerclubs, die dies jetzt zulassen und sogar fördern. Unabhängig davon, ob der Genpool offen oder geschlossen ist, ist für die Produktion gesunder Tiere ein gesunder Genpool erforderlich. Daher müssen die Züchter fundierte Strategien für das genetische Management anwenden. In einem offenen Genpool verhindert dies die Entstehung von Problemen und in einem geschlossenen Pool verringert es die Inzidenz genetischer Störungen und die Rate des genetischen Rückgangs.
Hier sind drei Grundprinzipien eines soliden genetischen Managements, die Züchter anwenden können, um die Häufigkeit genetischer Störungen in ihrer Rasse zu verringern.
1) Erhöhen Sie die Anzahl der Zuchttiere
Kleinere Populationen werden schneller inzuchtfähig. Der einfachste Weg, die Inzuchtrate zu senken, besteht darin, eine größere Population von Zuchttieren zu halten. Der einfachste Weg, dies zu tun, ohne ein Überangebot an Welpen zu produzieren, besteht darin, die Anzahl der in der Zucht verwendeten Vererber zu erhöhen. Beschränken Sie die Anzahl der Zuchttiere pro Individuum und setzen Sie mehr Hunde ein, anstatt nur einige wenige, die den größten Teil der nächsten Generation produzieren.
2) Beseitigen Sie beliebte Vererber
Beliebte Vererber sind ein Doppelschlag auf dem Genpool. Sie reduzieren nicht nur die Anzahl der männlichen Hunde, die zur nächsten Generation beitragen, indem sie mehr als ihren angemessenen Anteil an der Zucht leisten (siehe Nr. 1 oben), sondern verteilen auch Dutzende oder sogar Hunderte Kopien ihrer Mutationen (und ALLE Hunde haben Mutationen!). ) in den Welpen, die sie produzieren. Die Welpen mögen alle gesund sein, weil sie nur eine Kopie einer Mutation haben, aber ein oder zwei Generationen später werden diese Mutationen paarweise auftauchen und die Züchter werden plötzlich mit einer neuen genetisch bedingten Krankheit konfrontiert sein, die scheinbar ihren Ursprung hat nirgends. Tatsächlich ist das neue genetische Problem das vollständig vorhersehbare Ergebnis einer Zuchtstrategie, die viele Kopien der Mutationen eines bestimmten Hundes erzeugt. Den Hund zu beschuldigen ("Wir hatten dieses schreckliche Problem nicht, bis Fido es der Rasse vorstellte!") Ist nur eine Anstrengung, die Verantwortung abzulenken, weil jeder Züchter, der ihn als Vater verwendete, an der Entstehung des sich daraus ergebenden genetischen Problems mitgewirkt hat. (Weitere Informationen finden Sie unter Die Pocken populärer Vererber.)
3) Verwenden Sie strategisches Auskreuzen, um Inzucht zu reduzieren
In vielen Rassen gibt es genetisch unterschiedliche Subpopulationen von Hunden. Sie können Bank- oder Feldlinien, Farb- oder Fellvarianten, geografische Gebiete, Größe oder einen anderen Faktor darstellen. Weil sie Gene tragen, die in anderen Gruppen weniger verbreitet sind,

Ein neuer Lassie - Film wird produziert

Seit ein paar Tagen ist es nun offiziell, auch Deutschland produziert einen Lassie -Film.
Mal ganz unter uns gesagt, muss das wirklich sein?
Ok ich gebe zu ich habe eine Abneigung gegen deutsche Filme, wir sind nun mal nicht auf dem Hightech Stand von Hollywood.
Aber warum ausgerechnet Lassie?

Der letzte Lassie Film wurde 2005 gedreht, und es gibt sogar Nachzucht des Collies der Lassie gespielt hat in Deutschland.
Diesmal wurde ein Collie aus einer deutschen Zucht, sogar noch einer sehr jungen deutschen Zucht, und wer hätte es nicht sogar geahnt
nicht mal aus einer VDH Zucht genommen. Ich bin ehrlich ich wusste schon vor 1 Jahr davon, da die Züchterin mich gefragt hatte, ob ich ein Double
wüsste, also einen 2. Collie der dem Hauptdarsteller sehr ähnlich sieht und diesen entlasten könnte.

Ich weis nicht wirklich was ich davon halten soll. Ich liebe Lassie keine Frage , ich habe sogar die Serie auf DVD aber ob es dem Collie in Deutschland damit
zu wieder mehr Aufschwung verschafft?
Ist es denn wirklich so gut wenn der Collie wieder ein Modehund wird und dadurch die Rate der wilden Vermehrung steigt?
Wir haben doch jetzt schon das Problem das diese doch eigentlich sehr gesunde, langlebige und intelligente Rasse von Züchtern per Internet und Propaganda
krank geredet wird, nur um für Welpen mit den besten genetischen Werten richtig viel Geld zu bekommen.
ich kann verstehen das die Züchterin und auch die Züchter der Elterntiere stolz sind, und sicherlich werden auch genug nachfragen wie die Abstammung ist,
um dann genau so einen Collie auch besitzen zu können.

Aber wie sieht die Kehrseite des Ganzen aus, sollte der Collie wieder eine Moderasse werden?

1. Es werden wieder Menschen versuchen wild drauf loszuzüchten, in der Hoffnung schnell, viel Geld zu bekommen!
2. Dadurch werden wahrscheinlich wieder kranke und sehr wesensschwache Hunde in Familien vermittelt die mit der Intelligenz des Collies überfordert sind
3. Es werden wieder viel mehr Collies (und ich finde es sind jetzt schon viel zu viele) im Tierheim landen, weil die Schwarzzüchter ihre verkauften Hunden natürlich nicht zurück nehmen.
4. Es wird für alle Züchter schwer die wirklich geeigneten Leute für ihre Welpen zu finden , was jetzt oft schon schwer genug ist, weil alles nur einem Idealbild hinterher rennt.
5. Letztendlich wird es der Rasse mehr schaden wie wirklich nutzen, auch wenn sich einige wünschen dass es mehr Collies geben könnte.

Wir lieben unsere Collies, wir lieben auch unsere Welpen und wir züchten aus Leidenschaft zu der Rasse und jeder der einmal mit dem Collie virus angesteckt wurde, wird nie wieder davon los kommen. Dafür brauchen wir keine Neuverfilmung der Neuverfilumg eines Buches. und nein ich schreibe dies nicht weil ich neidisch wäre. Ganz ehrlich bei mir hätte keine Film Firma anfragen brauchen. Zudem bin ich mit den Besitzern/Züchtern der Elterntiere des Lassie Darstellers Befreundet, und ich freu mich für sie, aber für mich persönlich wäre dies nichts. Zumal ich zu dem noch mit einer Züchterin in den USA befreundet bin die bereits 2 Hündinnen welche direkte Nachfahren aller (außer des Darstellers von 2005) LAssie Darsteller sind, wenn es mir darum ginge. Aber ich glaube ich nicht das es vorteilhaft ist mit so etwas auch noch Werbung zu machen.

Der FCI Standard genau unter die Lupe genommen

Bei ein paar Recherchen bin ich doch auf ein paar sehr interessante Dinge gestossen, nicht nur was das Zuchtreglment der FCI angeht und den hierzulande widersprüchlichen Zuchtordnungen, sondern ich hab mir auch noch einmal ganz genau den Standard vorgenommen.

Zu Grunde für meine Ausführungen lege ich den derzeit aktuellen FCI Standard welcher in der deutschen Fassung seit dem 14.08.2013 rechtskräftig ist. ( Wohlgemerkt erst seit knapp 6 Jahren)Die englische Fassung ist bereits seit dem 22.11.2012 in Kraft

Was fällt mir da als erstes auf? Nun ja die Abbildung stellt für mich schon den "perfekten" Collie dar, allerdings steht direkt darunter Diese Illustration stellt nicht unbedingt das Idealbild der Rasse dar. Hm da stellt sich mir doch die Frage warum nimmt man eine Abbildung eines Langhaarcollies der angeblich nicht dem Idealbild entspricht? Etwa weil der Collie da drauf wie ein Ami aussieht?

Aber weiter im Text.

Gleich im ersten Abschnitt "geschichtlicher Abriss" steht wortwörtlich Der lang- und der kurzhaarige Collie sind gleich, mit Ausnahme der Haarlänge. Bedeutet für mich es ist beides ein und die selbe Rasse nur 2 Varietäten, wenn man dann bedenkt das der Standard des Kurzhaar Collies erst 1974 anerkannt wurde (vorher liefen beide seit 1955 unter einem Standard) und der derzeit gültige Standard seit 1987 nicht mehr verändert wurde, während der Standard des Langhaar immer wieder aller ca. 20 JAhre eine Veränderung durch machte, frage ich mich wieso sich manche Länder und Clubs schwer damit tun die Verbindung von Kurz- und Langhaarcollies wieder zu erlauben. Und nur mal nebenbei angemerkt auch hier ist in der Illustration eher der amerikanische Typ zu erkennen und wiederum auch hier wird gleich proklamiert das dies nicht dem Idealbild entspricht.

und weiterhin heißt es da: Der langhaarige Collie ist eine etwas verfeinerte Version des ursprűnglichen arbeitenden Collies der schottischen Schafhirten, von welchen er seit mindestens űber hundert Jahren ausgesucht wurde.
Viele dieser Hunde kőnnen noch immer befriedigende Arbeit leisten,wenn man ihnen die Chance dazu gibt. Die Grundaussage ist, dass trotz all seiner Schőnheit, der Collie ein Arbeitstier ist.
Nun warum wird dann nicht zumindest der sehr wohl vorhandene FCI Natural Herding Aptitude Test (NHAT) angeboten? Ja auch hier komme ich wieder mit dem Beispiel USA, denn dort machen viele Züchter mit ihren Hunden den Herding Instinct Test (HIC) wie man in vielen Ahnentafeln sieht. Ja ich weis im Standard ist keine Arbeitsprüfung Pflicht, muss es auch nicht aber wenn ich schon ein " Arbeitstier" züchte dann sollte man doch wenigstens auch den Test machen ob das Tier auch zur der Arbeit geeignet ist für die es ursprünglich gezüchtet wurde. Für mich ist dies auch ein Wesentlicher Bestandteil des Wesens und Charakter eines Collies. Aber wie gesagt das wäre nur ein Vorschlag, denn es gibt ja schon sogenannte Wesenstests in den Zuchtordnungen.

Doch nun gehen wir mal ins Detail:

KOPF:
Die Kopf Proportionen sind von gröβter Wichtigkeit; sie műssen im Verhältnis zur Gröβe des Hundes betrachtet werden. Von vorn oder von der Seite gesehen gleicht der Kopf einem gut abgestumpften,sauber geschnittenen Keil mit glatten Außenlinien. Die Seiten verjűngen sich sanft und allmählich von den Ohren bis zum schwarzen Nasenschwamm. Im Profil betrachtet, verlaufen die obere Linie des Schädels und die des Vorgesichts parallel und gerade; sie
sind vom Stopp unterbrochen und von gleicher Länge. Der Mittelpunkt zwischen den inneren Augenwinkeln (welches das Zentrum des korrekt platzierten Stopps ist) stellt den Mittelpunkt einer ausgewogenen Kopflänge dar. Die Tiefe des Schädels von den Augenbrauen bis zum unteren Teil des Kiefers darf niemals űbermäβig sein (insgesamt nicht tief).

Jeder von uns weis wie ein Keil aussieht aber für die die sich nicht wirklich dran erinnern können hier mal ein Bild und sollte von der Gesamtform her auch der Kopf eines Collies sein.


Zum Vergleich hier der Schädel eines Collie


Man sieht deutlich die Keilform um das noch etwas verständlicher zu machen habe ich hier noch Beispiele von der Seite

Collie Spitz

Ich habe extra den Spitz gewählt weil viele der heutigen modernen Collies eher den Kopf eines Spitzes haben als eines standardgerechten Collies, denn weiter heißt es:

OBERKOPF:
Schädel: Flach.
Stopp: Leichter, jedoch wahrnehmbar.

Leider haben heute viele Collies inzwischen einen deutlich ausgeprägten Stop wie beim Spitz wie man anhand der oberen Bilder gut sieht. Das nächste große Streitthema unter Colliezüchtern ist folgendes:

Ohren : Klein, weder zu nahe beieinander auf dem Schädel, noch zu weit voneinander angesetzt. In der Ruhe zurückgelegt, jedoch sobald seine Aufmerksamkeit erregt wird, nach vorne gebracht und halb aufrecht getragen, d.h. annähernd zwei Drittel des Ohres stehen aufrecht und das obere Drittel kippt auf natürliche Weise nach vorne bis unter die waagrechte Linie der Kippfalte.

hier steht es doch schwarz auf weiß und ich verstehe nicht wieso oft genug Collies mit zu weit gekippten, teilweise zu weit auseinander stehenden oder gar Schlappohren (Stehohren lass ich jetzt mal aussen vor) gezeigt werden. Ja da steht auch das es natürlich sein soll, aber wo steht das man als Züchter dies nicht unterstützen kann? Ein erfahrener Züchter, weis das insbesondere im Zahnwechsel sich die Ohrenstellung stark verändert. Hier kann man aber entweder die natürliche Kippfunktion "unterstützen" aber auch noch zu weit ausseinander stehende Ohren aufrichten. Aber eben alles in unterstützender Funktion nicht als Zwang. Trotzdem gelingt dies nicht immer, da die Ohrform - und Größe eine sehr wichtige Rolle spielt. und wenn ich dann Collies sehe wo das Ohr bis zur Hälfte gekippt ist, ist das nicht standardgerecht. nur das obere Drittel soll Kippen und das auch nicht nach unten, sondern nach vorne leicht unterhalb der Kippkante.

Hier als Beispiel mal ein Bild wie ich das verstehe, wobei auch hier ein Ohr etwas weiter kippt wie das andere.


Der nächste Punkt wäre der Hals, hier steht im Standard: Muskulös, kraftvoll, von angemessener Länge, gut gewölbt

Das es inzwischen Collies gibt wo man den Hals kaum noch erkennen kann wegen zu voller Halskrause und zu kurz, brauche ich denke ich nicht erwähnen, enebso wenig wie das selbst dann das auftopieren der Haare des Kragens immer noch keine gut Wölbung machen.

Vom Hals geht es zum Körper. Hier steht explizit Etwas lang im Vergleich zur Grőβe. Warum gibt es dann Collies die quadratisch praktisch gut sind? Der Rücken muss länger sein als der Hund hoch ist. Also als Beispiel, ein Rüde mit sagen wir mal 60 cm Widerristhöhe sollte dann schon eine Rückenlänge von ca 70cm haben. Zum Vergleich mein eigener Rüde ist (ja ich weis nicht dem Standard entsprechend)65 cm hoch und hat eine Rückenlänge von knapp 80 cm. Wie wichtig dies ist erklärt dann der Standard zum Gangwerk.

GANGWERK: Die Bewegung ist ein unverkennbares,charakteristisches Merkmal dieser Rasse. Ein gut gebauter Hund dreht niemals die Ellenbogen aus, dennoch kommen sich die Vorderpfoten in der Bewegung verhältnismäβig nahe. Strickendes,kreuzendes oder rollendes Gangwerk ist höchst unerwünscht. Von hinten betrachtet stehen die Hinterläufe von den Sprunggelenken zum Boden parallel, jedoch nicht zu eng zusammen. Von der Seite gesehen ist die Bewegung flieβend. Hinterläufe kraftvoll mit starkem Schub. Ein entsprechend raumgreifender Schritt ist erwünscht; dieser sollte leicht und mühelos sein. Absolut solides Gangwerk ist unerlässlich.

Als Beispiel zeige ich hier mal ein Video von Diane Steele ihrem Seuss auf der National.



Und als letztes kommt das immer wieder allseitsbeliebte Thema der Farben!!

Im standard werden die Farben wie folgt deklariert:

Farbe : Zobel, dreifarbig und Blue Merle.

Zobel: Jede Schattierung von hellem Gold bis zum satten Mahagoni oder schattiert zobelfarben. Hell stroh- oder cremefarben ist höchst unerwünscht. "kleine Anmerkung am Rande, hier kann man durchaus auch hinein interpretieren, dass der sablemerle dazu gehört"

Dreifarbig (tricolor) : Vorwiegend schwarz mit satten, lohfarbenen Abzeichen an Beinen und Kopf. Ein Rostschimmer im Deckhaar ist höchst unerwünscht.

Blue Merle : Vorwiegend klares, silbriges Blau, mit schwarzen Flecken oder schwarzmarmorierter Zeichnung. Satte lohfarbene Abzeichen sind erwünscht; ihr Fehlen sollte jedoch nicht bestraft werden ( hmm bedeutet das, dass biblue wenn es das noch gebe erlaubt wäre?). Groβe schwarze Flecken,Schieferfarbe oder ein Rostschimmer sowohl im Deckhaar als auch in der Unterwolle sind höchst unerwünscht.

Alle vorgenannten Farben sollten mehr oder weniger die für den Collie typischen weiβen Abzeichen aufweisen. Folgende Zeichnung ist vorzuziehen: weiβe Halskrause, ganz oder teilweise, weiβe Brust, Läufe und Pfoten, weiβe Rutenspitze. Eine Blesse darf auf dem Vorgesicht oder auf dem Schädel oder an beiden Stellen vorhanden sein.

Komplett weiß oder überwiegend weiß ist höchst unerwünscht. Dieser Zusatz ist erst seit 2012 im Standard so ausgeprägt aufgeführt !!!

In keinem Satz des Standards wird erwähnt das eine Verpaarung sable x merle verboten ist im Gegenteil heißt es bei den Augen doch : Sehr wichtiges Merkmal: sie geben dem Hund den lieblichen
Ausdruck. Mittelgroβ ( niemals sehr klein), etwas schräg eingesetzt, mandelförmig und von dunkelbrauner Farbe, ausgenommen bei den merlefarbigen Exemplaren, bei denen die Augen häufig ( eines oder beide ganz oder eines oder beide teilweise) blau oder blaugefleckt sind. Der Ausdruck ist voller Intelligenz, mit einem lebhaften und wachsamen Blick beim Lauschen.

Dies war mal meine Interpretation des derzeit gültigen FCI Standard für den Collie. Und ich hoffe ich konnte so auch einige anregende Diskussionen auslösen. Bis zum nächsten Mal


Sablemerle mehr als nur eine Farbe ?

Im Moment wird wieder einmal sehr stark diskutiert ob man im VDH sablemerle und damit die Verpaarung von sable x merle erlauben soll, oder ob es bei dem Verbot bleibt. Nun den sablemerle und damit auch die sable x merle Verpaarung gab es schon immer, erst nachdem vermehrt sogenannte doublemerle in Deutschland aufgetaucht sind, wurde diese Verpaarung wegen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz vom VDH verboten. Nach dem heutigen Stand der Genetik aber finde ich es absolut unverantwortlich dieses Verbot weiterhin aufrecht zu erhalten. Länder wie die USA oder auch das Ursprungsland Großbritannien haben schon immer sable x merle Verbindungen erlaubt und es wird dort auch sehr stark praktiziert. Warum, eigentlich fragt man sich da? Nun wenn ich alleine von Deutschland ausgehe, und wir reden hier nur vom VDH gibt es kaum tricolor Rüden in der Zucht, wenn dann natürlich auch noch die Auslese nach den genetischen Werten voran getrieben wird, bleibt so gut wie kein passender tricolor Rüde für eine bluemerle Hündin übrig. NAtürlich ist sable in allen Schattierungen die vorherrschende Farbe bei den Collies und am zweitbeliebtesten sind die bluemerle, aber und das ist mir unbegreiflich die tricolor die ja nach den Zuchtordnungen des VDH die einzigen sind die mit allen Farben verpaart werden dürfen, werden aus mir unerfindlichen Gründen von den meisten Züchtern in ihrer eigenen Zucht nicht eingesetzt. Hierdurch wird der Genpool wiederum verkleinert, da die meisten bluemerle Hündinnen immer von ein und denselben Rüden gedeckt werden, welche meist auch schon irgendwo miteinander verwandt sind. Gerade was rein amerikanische Linien angeht ist hier die Auswahl doch sehr begrenzt trotz toller bluemerle Hündinnen. Es gibt natürlich auch tolle bluemerle Rüden aber hierfür zumindest bei den Züchtern und Liebhabern der amerikanischen Linien zu wenig tricolor Hündinnen. also wäre es doch nur von Vorteil endlich auch das sable x merle wieder zuzulassen. Wie schon gesagt ist bei der heutigen genetischen Forschung und auch den vorhandenen Gentests eine sable x merle Verpaarung durchaus wieder möglich.Aber wie kann man das in einer VDH Zuchtordnung verankern, wenn sich doch immer noch so viele sträuben?

Nun hier ein paar Vorschläge

1. der sablefarbene Partner der für die sable x merle Verpaarung vorgesehen ist, muss anhand eines Gentest nachweisen, inkl. DNA Bestimmung, dass es auch genau dieser Hund ist und dass er keinen merle Faktor trägt. Dies bedeutet das er weder, ein nicht eingetragener sablemerle ist, aber auch kein Träger des merle Gens ist, da sich das merle Gen selbst über Generationen noch wieder durchsetzen kann, wie ein Fall in den USA zeigt.
2. alle sablefarbenen Welpen aus dieser Verpaarung müssen ebenfalls auf merle getestet werden, und das Ergebnis in der Ahnentafel vermerkt. Auch wenn man den sablemerle "normalerweise" in den ersten Tagen noch erkennt, aber auch hier können dem Menschen Fehler unterlaufen,selbst erfahrenen Züchtern.
3. Könnte man natürlich auch erst einmal zu den erst genannten Punkten, die Verpaarung nur auf begründeten Antrag erlauben, so wie es z.B. auch mit Halbgeschwister Verpaarungen gehandhabt wird. Dies würde dem zuchtführenden Verein/ Club die Möglichkeit geben diese Verpaarungsmöglichkeit kontrolliert einzuführen.

Ich finde hier muss der VDH und insbesondere der DCC endlich mal Fortschrittlichkeit beweisen und sich den Neuerungen und Gegebenheiten in der Colliezucht weltweit anpassen. Es kann nicht sein das andere Länder und Vereine hier wesentlich stärker engagiert sind. So wird der VDH immer mehr Mitglieder an Konkurrenzvereine verlieren und wird obendrein auch irgendwann nicht mehr Der Dachverband für die FCI in Deutschland bleiben. Vor allem muss wesentlich mehr Aufklärungsarbeit geschehen. Spezial-Seminare zum Thema Merle- Gen und die neuesten Forschungen hierzu wären sicher für alle Colliezüchter interessant und Pflicht .


American vs. British

ICh weis ich habe lange ncihts mehr geschrieben aber auch privat passiert manchmal mehr als einem lieb ist.
Doch nun habe ich mal wieder etwas zum schreiben gefunden.

Wie jedes Jahr, fand auch diesmal Anfang März zuerst die Crufts, die weltgrößte Hundeausstellung in Grßbritannien statt.
Wir waren nicht live vor Ort, weil ehrlich gesagt ich mir die Möglichkeit, dass mal ein Collie gewinnt als sehr gering ausgemalt habe.
Aber um es kurz zu machen möchte ich die BoB (Best of Breed) vorstellen.


CH TIGANLEA TINKERBELL AT REVDVICK



nun ja ich denke das Foto wird ihr vielleicht nicht wirklich gerecht, aber es hat jeder seinen Geschmack. Auch wenn ich diesbezüglich vielleicht
angefeindet werde, aber für mich hat diese Hündin mit dem Standard nicht wirklich etwas zu tun.


1. Die Ohren sind viel zu weit auseinander und auch zur Hälfte und nicht wie im Standard 1/3 gekippt
2. Der Rücken erscheint mir viel zu kurz und eine wirkliche Hals Rückenlinie ist nicht erkennbar
3. steht sie in der Hinterhand sehr steil und zudem unter dem Bauch
4. wirkt dieser Hund für mich nicht mehr elegant und majestätisch sondern zusammengefaltet.
5. Der Stop scheint doch schon recht stark ausgeprägt zu sein
6. Da sie relativ von vorn fotografiert wurde sieht man nicht viel von der Rute, aber ihre ganze Haltung spricht eher dafür,
dass sie diese einklemmt und nicht frei trägt


Wie gesagt ich habe sie nicht laufen gesehen und auch kein Video davon gefunden aber für mich ist dies kein Collie mehr der dem britischen Standard entspricht,
so wie er in der derzeitigen Form existiert.


Im Gegensatz dazu möchte ich gerne die diesjährige Gewinnerin der amerikanischen Collie National vorstellen!
Die Collie NAtional ist die größte amerikanische SPezialausstellung und alles was Rang und Namen hat versucht dort auch seine
Hunde zu präsentieren. Gemeldet waren wenn ich das richtig zusammen gezählt habe 667 Collies allerdings sind da die für Agility,
Herding usw nicht mit dabei sondern nur Conformation aus ganz Amerika in Kurz- und Langhaar.
und die Gewinnerin ist ( ja auch hier wieder eine Hündin) die 9 jährige


GCHB Taliesin Fresh Powder O'Paray



Auch wenn beide Hündinnen nicht die selbe Farbe haben kann man doch ganz klar den doch sehr großen Unterschied feststellen.
Dies ist auch der Grund warum für mich persönlich der amerikanische Collie eher dem Typ entspricht den ich mir vorstelle wenn ich den Standard lese.



Warum

Genau das frage ich mich immer wieder, wenn ich lesen muss,dass Züchter ihre Hündinnen unbedingt decken lassen müssen. Selbst wenn die Hündin schon bei vorherigen Deckterminen leer geblieben ist oder resorbiert hat. Und dann endlich hat es doch mal geklappt, aber gibt es Probleme bei der Geburt. Die Hündin brauch meist einen Kaiserschnitt und nur ein kleiner Teil der Welpen überlebt. Warum frage ich mich muss das sein? Es hat seine Gründe warum eine Hündin nicht aufnimmt oder sich nicht decken lässt! Entweder stimmt bei ihr gesundheitlich etwas nicht und dann sind meist hormonbedingte Zysten an den Eierstöcken schuld oder aber sie ist keine Mutterhündin. Auch das gibt es! Selbst wenn die Hündin fremde Welpen liebt und erzieht heißt das nicht das sie auch selber eine gute Mutter ist. Meine Althündin z.B. Hat von fremden Welpen gar nichts gehalten aber bei ihren eigenen war sie sehr instinktsicher und gelassen. Meine Zweithündin liebt alle Welpen und würde wahrscheinlich sogar als Amme funktionieren. Zudem sollte ein guter Züchter genau einschätzen können, wann seine Hündin wirklich deckbereit ist. Nicht jede Hündin lässt sich nach Lehrbuch decken. Falls der Züchter sich trotz Beobachtung in den ersten Hitzen nicht sicher ist, kann man entweder einen Progesteron Test machen oder aber auch mal den Züchter der Hündin fragen wann deren Mutter und evtl Schwestern deckbereit waren. Stattdessen wird dann lieber die Schuld beim Deckrüden gesucht. Wobei ein guter Deckrüde mit Erfahrung genau merkt wann eine Hündin soweit ist. Wenn ein Züchter zudem Rüden im selben Haushalt hält die die Hündin genau kennen, zeigen auch diese den perfekten Decktermin relativ sicher an. Das gilt sogar teilweise für kastrierte Rüden, wenn sie erst spät kastriert wurden. Aber zurück zum eigentlichen Thema Warum?! Ich kann es sicher verstehen wenn ein Züchter/Besitzer seine eigene Hündin für perfekt hält und diese dann auch gern decken lassen möchte, aber bitte erzwingt doch nicht etwas, was wahrscheinlich in diesem fLl nicht sein soll. Freut euch das ihr eine so tolle Hündin habt und riskiert nicht das Leben eurer Hündin und der ungeborenen Welpen. So etwas gehört nun mal zum Lauf des Lebens eines Züchters. Denn bedenkt auch als Züchter haben wir unter dem Aspekt des Tierschutzes zu züchten. Gerade in der heutigen Zeit von Social Media und co werden so schnell Vetamt und militante Tierschützer auf sowas aufmerksam und das kann euch eine Menge Ärger und Strafe einbringen.

Blutgruppenbestimmung in der Hundezucht sinnvoll oder nicht

Eher zufällig bin ich gerade über dieses Thema gestolpert. Da ich mich gerade ein wenig mit Katzenrassen beschäftige, bin ich immer wieder darüber gestolpert, dass in der Katzenzucht die Blutgruppen bestimmt werden. Nachdem ich mich zu diesem Thema belesen habe insbesondere was die Auswirkungen einer Blutgruppen Unverträglichkeit (neonatal Isoerythrolyse) betrifft, hatte ich ein erneutes Aha-Erlebnis.
Bei einer bekannten Züchterin in Kanada ist nämlich genau dies passiert und sie hat bei einem Wurf auch Welpen verloren. Die bisher überlebenden Welpen stehen unter ständiger Kontrolle.
Nun Frage ich mich,warum ist das in der Hundezucht immer noch kein Thema? Stattdessen werden Statistiken über leer gebliebene Hündinnen und verstorbene Welpen geführt, doch nicht an der Ursache geforscht.
Dabei ist das bei uns Menschen schon sehr lange bekannt. Ich selbst bin diesbezüglich betroffen, da ich den Rhesusfaktor negativ habe und musste in der Schwangerschaft gespritzt werden damit meine Babys keine Probleme bekommen.
Selbst in der Pferdezucht ist das Problem bekannt. Denn wenn man googelt bekommt man insbesondere infos zur Katzen - und Pferdezucht. Sind wir inzwischen so blind ?
Ein weiteres Aha-Erlebnis hatte ich, als ich las wie die Blutgruppen beim Hund bestimmt werden. Eine befreundete Bearded Collie Züchterin haute mir nämlich genau diese Bezeichnungen infolge einer Erklärung über Autoimmunerkrankung um die Ohren. Und ich verstand nur Bahnhof.
Da ich mich noch nicht so intensiv eingelesen habe, aber das Thema mich wirklich brennend interessiert, habe ich diesen Post angefangen. Ich werde nach und nach den Post um interessante links erweitern. Aber zum einlesen erst einmal folgende:

https://hundetipps.info/hundegesundheit/blutgruppen/

http://v17.laboklin.com/pages/html/de/VetInfo/aktuell/lab_akt_0401.htm

Streitthema DM

Immer wieder kommt es unter Colliezüchtern, - Besitzern und Welpeninteressenten zu hitzigen Diskussionen beim Thema Degenerative Myelopathie. Jetzt veröffentlichte Nancy Magnusson zu diesem Thema einen Post auf Facebook, der mir aus der Seele spricht. Ich habe die Erlaubnis diesen Post in übersetzter Form hier zu veröffentlichen.

DEGENERATIVE MYELOPATHIE
von Nancy Magnusson
Übersetzt mit google translate (Übersetzung grob überarbeitet !)


Ich wurde beschuldigt gefühllos und schlecht zu sein, weil ich darauf hingewiesen habe, dass die degenerative Myelopathie eine Alterskrankheit und schmerzlos ist. Und ich stimme zu, ich bin gefühllos, wenn es um solche Dinge geht. Nicht weil ich keine Hunde verehre, sondern weil ich nicht glaube, dass man wissenschaftliche Fragen beantworten kannst, indem du emotional reagierst. Obwohl ich innerlich selber sterbe, wenn einer meiner Hunde stirbt, frage ich nicht ob wir aufhören sollten zu züchten. Ich versuche nichts zu ändern, bis ich nicht nur emotional, sondern auch rational überzeugt bin.
Das Hauptargument der Kritiker ist, dass es für den Besitzer und alle Beteiligten schmerzhaft ist, und wir müssen es loswerden.
Hier sind die Fakten!
Jeder Hund wird sterben. Und jedes Mal, wenn ein Hund stirbt, ist es emotional sehr schmerzhaft. Ob der Hund jung, alt oder mitten im Leben ist, es reißt dein Herz aus.
Und doch stirbt jeder Hund. Wenn irgendeine Form des Todes ein Fehler unsererseits als Besitzer oder Züchter ist, dann sind wir ALLE Fehler und wir alle versagen JEDES Mal.
Die Frage ist also nicht, ob wir Hunde vom Sterben abhalten können. Die Frage ist, ob wir Hunden so lange und glücklich, funktionell und schmerzfrei ein Leben geben können, wie sie es brauchen.

Es gibt ein paar Grundregeln, denen wir folgen müssen, wenn wir von degenerativer Myelopathie sprechen.

1) Es gibt keine DM-Diagnose ohne Autopsie!
DM ist eine Krankheit, die wie andere Krankheiten aussieht und viele andere Krankheiten können wie DM aussehen. DM ist eine sehr spezifische Störung, die das Ergebnis einer Autoimmunschwäche  ist. Es sind NICHT "Rückenprobleme" oder "Einknicken" oder hinkende oder fortschreitende Lähmung. Es ist nicht die einzige Nervenerkrankung und es ist nicht das einzige, was Hunde dazu bringt, die hintere Funktion zu verlieren. Hunde können wegen einer Bandscheibenerkrankung, einer ganzen Reihe von Muskelkrankheiten, anderen nervösen Störungen, Gleichgewichtsstörungen, einer großen Anzahl von Verletzungen und sogar der einfachen Muskelatrophie des Alters "einknicken". Jedes dieser Symptome kann DM nachahmen. Egal, wie sehr es "aussieht" oder "wie DM" wirkt, bis die Nerven unter dem Mikroskop untersucht werden, gibt es keine richtige Diagnose. Hunde mit DM können normale Myelogramme, normale Blutuntersuchungen und sehr subtile Symptome haben. Und umgekehrt können Hunde OHNE DM abnorme Myelogramme, abnormale Bewegungen, sehr dramatische Symptome haben. Und schließlich ALL diese anderen Dinge können einem Hund mit einem positiven DM-Gen-Ergebnis passieren. Auch wenn ein Hund ein gen-positives Ergebnis hat, kann es ohne Autopsie nicht diagnostiziert werden.

2) ES GIBT KEINE DM-DIAGNOSE ALS SOLCHES OHNE AUTOPSIE!
Sie können also nicht sagen: "Wir wissen jetzt, dass Hunde, von denen wir dachten, dass sie an Verletzungen gestorben sind, DM hatten" oder "Wir glauben, dass es viel häufiger vorkommt, als wir dachten" oder etwas Ähnliches. Wenn der Hund keine Autopsie hatte, kann er nicht in die Krankheitsstatistik gehen. Oh, und habe ich das erwähnt

3) ES GIBT KEINE DM-DIAGNOSE OHNE AUTOPSIE!
Schauen wir uns Zahlen an. Die meisten unserer  Zahlen für degenerative Myelopathie in Corgis sind in Pembrokes, weil sie als Rasse viel zahlreicher sind und häufiger von der Krankheit betroffen sind. Mit anderen Worten, sie haben ein viel größeres Problem mit DM als Cardigans. Chessies sind auch sehr hilfreich.

* Pembrokes haben eine 60% Gen-positive Rate für DM.
* ein Pembrokes stirbt, wenn er wegen DM getötet wird, im Durchschnitt 13 Jahre lang.
* PWCCA meldet eine durchschnittliche geschätzte Pem-Lebensdauer von 13 Jahren. Dies scheint mit dem übereinzustimmen, was wir in Cardigans sehen, wo 13-14 unser normales Lebensende für einen gesunden Hund ist.
* Pembrokes bekommen keine klinische DM mit einer Rate, die sogar ihre gen-positive Rate erreicht. Es gibt sehr wenige gute Inzidenz-Studien (eines der großen Probleme bei der Analyse dieser Krankheit), aber die höchste Rate von DM Berghaus gefunden wurde 2%, in GSDs.
* Ob es gefällt oder nicht, die Aussage "Die Krankheit ist schmerzlos" ist wirklich wahr. Wenn ein Hund im Alter von 13 Jahren an etwas sterben muss, ist das nicht der schlechteste.

Wir wissen wirklich FAST NICHTS über die Verbindung zwischen diesem Gen und dieser Krankheit. Aber wir sind sofort bereit, denn wir hassen die Vorstellung, dass Hunde sterben, RADIKAL die gesamte genetische Ausstattung mehrerer Rassen verändern, um das Gen zu eliminieren. Wenn wir  nichts über das Gen wissen. Also ja, ich widerspreche der Idee, Zuchtentscheidungen zu treffen. Weil ich ziemlich sicher bin, dass, wenn wir so viel mit unserem existierenden Genpool herum spielen, diese vielen Hunde raus nehmen, werden wir entdecken, dass das Sterben um 13 nicht so schlecht war. Wir werden etwas entdecken, oder etwas finden, das sie viel früher und viel schmerzhafter tötet.

Dies sind einige Beiträge, die ich letztes Jahr auf ShowCardi-L gesetzt habe. Ich komme später zurück und redigiere später.

Wir alle wissen, wie das funktioniert. Jeder verspricht, dass wir immer noch Träger benutzen, aber es wird "Oh, er ist ein toller Hund, fabelhaftes Temperament ... aber du weißt, er ist ein DM-Träger, oder?" Oder "Ich würde gerne XX Hund verwenden, aber ... er ist ein DM Träger. "Oder, noch tödlicher für die Braut," Ich weiß, er ist nicht perfekt, aber er trägt keine DM. "

Ich habe gerade einen wunderbaren Vortrag von Francis Collins, dem Leiter des Human Genome Project, besucht. Er ist wohl der weltweit führende Experte für genetische Fragen. Er sagte, dass die Berufung auf Gene, um den Verlauf eines Lebens zu bestimmen, bankrott und verrückt ist. Wenn wir etwas gelernt haben, ist diese Umgebung alles.

Es scheint mir, dass die einzig richtige Reaktion sowohl auf DM als auch auf IVDD und realistisch auf jeden neuen genetischen Test darin besteht, wie verrückt zu testen (und ich beabsichtige, meine Mädchen zu testen) und dann absolut nichts mehr für 15 Jahre zu machen. Wir müssen sehen, ob die getesteten Generationen tatsächlich an der Krankheit sterben und in welchem ​​Verhältnis, ob die Ernährung sie beeinflusst, ob die Impfung sie beeinflusst (wenn die Impfung die Autoimmunhypothyreoiditis stark beeinflussen kann, gibt es keinen Grund, diese Autoimmunerkrankung nicht zu verursachen) ), ob Familie X es bekommt, wenn die Hunde 14 sind, aber Familie Y bekommt es, wenn die Hunde 5 sind, und so weiter. Die Pem-Studien zeigen, dass der Medianwert der Einschläferung für DM in dieser Rasse 13 Jahre beträgt. Und so sehr ich auch die Idee einer genetischen Krankheit hege, guter Kummer, sie müssen an etwas sterben!

Wenn ich mich zwischen einer Krankheit, die mit 13 tötet, und einem Wirt anderer Themen entscheiden muss, gehe ich jedes Mal auf die Alterskrankheit zu.

Wir müssen eine Lektion von den Basenji-Züchtern nehmen, und wir müssen es uns sehr genau ansehen. Sie haben die Fanconi-Epidemie geschaffen, indem sie sich von einer anderen Krankheit entfernt haben. Der Unterschied ist, dass sie nach Afrika zurückkehren können (und gehen), um einen neuen Gründungsstock zu bekommen und hoffentlich das Problem zu lösen. Wir haben keine Tasche von Cardigan Genetik irgendwo in Wales. Wir stecken fest mit dem, was wir haben. Eine bewusste Verengung des Genpools sollte daher nur mit GROSSER Angst und Zittern erfolgen.

Da dies eine unpopuläre Meinung ist, wollte ich nur die statistischen Daten für eine Minute erwähnen.

Wir sind auf keinen Fall bereit, irgendwelche Aussagen über DM in der Rasse zu machen, basierend auf den bisherigen OFA-Ergebnissen für Cardigans. Bei so wenigen Eingeschlossenen haben wir eine Fehlerquote, die wahrscheinlich 20% oder mehr beträgt - mit anderen Worten, die Risikokennzahl könnte tatsächlich so niedrig wie 0% oder so hoch wie 30% oder mehr sein.

Die Ergebnisse vom OFA-Typ brechen bereits eine der wichtigsten Regeln statistischer Erhebungen - dass Sie nicht auf die Ergebnisse warten, die Ihnen kommen; Du gehst sie holen. Freiwillige Informationen und reaktionsschnelle Umfragen (wo die involvierten Personen Ihnen die Informationen senden, anstatt einen Zufallszahlengenerator zu verwenden und einen wirklich zufälligen Teil der Bevölkerung abzufragen) sind immer verzerrt, weil die Leute sich genug darum kümmern, eine Umfrage zurückzuschicken Klicken Sie auf Ihren Link oder senden Sie einen Bluttest sind selten völlig unbeteiligt. Sie alle haben eine Axt zu schleifen, ob positiv oder negativ, daher ist ihr Input weit weniger als optimal, wenn es darum geht, etwas über Statistiken vertrauenswürdig zu sagen.

Selbst wenn wir das ignorieren, wenn wir uns die Zahlen ansehen, als wären sie eine echte Stichprobe, haben wir gerade eine unglaublich kleine Anzahl von Einreichungen.

Es ist, als würde man Alphabetsuppe auflöffeln. Wenn man eine Schüssel mit 8 Unzen und einen großen Suppenlöffel hat, sieht jeder Löffel wie die Suppe als Ganzes aus. Aber wenn Sie eine Schüssel von der Größe eines Kaffeetischs und eines Teelöffels haben, werden einige der Löffel voll Brühe, einige alle Buchstaben, etwas Brühe und Sellerie, etc. Sie müssen viele, viele Löffel mehr nehmen, bevor Sie wissen, wie die Suppe wirklich aussieht.

Wenn wir von einer Population von 10.000 Cardigans in den USA ausgehen (von allen Altersgruppen, ob registriert oder nicht, etc.), werden wir nicht auf eine annähernd genaue Umfrage (plus oder minus etwa 4 Prozent) schauen, bis wir mehrere haben Hundert, wahrscheinlich über 500 Einreichungen.

Um Ihnen die Quellen der Statistiken zu geben, die ich kenne:

Die unter 2% betroffen ist Roy Berghaus Studie von Hunden in Tierarzt-Universitäten. Zwei Prozent Inzidenz in GSDs, 1,51 in Cardis, .83 in Chessies, etc. Er analysierte Aufzeichnungen von insgesamt 432.467 Hunden; 664 Cardis, 19.000 GSDs, 1500 Chessies, und die Liste geht weiter. Ich denke, man könnte argumentieren, dass diese Zahlen tatsächlich hoch sind, da Hunde mit DM eher an Tierärzten landen als an lokalen Tierärzten. Wenn es bessere Inzidenzstatistiken gibt (und besser, ich meine neuer, eine größere Gruppe von Hunden involviert und kontrollierter), würde ich gerne korrigiert werden.
Das mediane Euthanasie-Alter bei Pems war von Coates, März, Oglesbee, Ruaux, et al., In J Vet Intern Med Ende 2007. Auch wenn bessere Studien existieren, sag mir, dass ich keine Fehlinformationen verbreiten werde.

OK, persönliche Meinung (obwohl hoffentlich nicht ohne Gedanken) auf:

Die Chessies schlagen uns alle hohl in Bezug auf das Einreichen von Hunden. Sie werden bis zu 131 Hunde [bearbeitet 2009: 421 Hunde] getestet. Und von dieser Zahl sind 60% entweder Träger oder gefährdet. Für eine Rasse mit, laut Berghaus, eine WENIGER ALS EIN PROZENT klinische Rate.

Zwölf Prozent [bearbeitet 2009: 14%] sind genetisch gefährdet. Sie müssen bis zu mehreren hundert Einsendungen bewältigen, bevor sie eine astatistische Aussage machen würden, aber - bauen Sie gerade Luftschlösser jetzt, also nehmen Sie das nicht mit zu viel Gewicht Aber es ist SEHR interessant - WENN dieser Anteil gilt und IF Berghaus 'Retrospektive richtig war, werden 93% der gefährdeten Hunde nicht an DM sterben. [Bearbeitet 2009: Diese Rate scheint sich zu bestätigen]
Dreiundneunzig Prozent.

Oder schauen wir uns Pems an, mit einer Risikorate von 60%. Dies ist eine SEHR ALTE Krankheit, wenn 60% jetzt risikogefährdet sind, ist dies vermutlich schon seit Jahrzehnten nahe daran. Stirbt die Zahl der Sterbenden an DM? Stirbt sogar 6% an DM? Wenn die Rate näher bei 3% liegt, was vernünftiger erscheint, dann werden 95% der Risikopelmen niemals diese Krankheit bekommen.

Oh, und eine super Schlüsselaussage von einem der britischen Chessie-Züchter - ein sehr einflussreicher Hund in Großbritannien wurde importiert, weil er PRA-negativ war. Stellt sich heraus, er hat DM. Deshalb flippst du nicht aus und verschleuderst Genpools - oder beginnst völlig neue - wenn du eine Krankheit entdeckt hast.

DM und IVDD sind die Katastrophe des Monats, und Menschen haben sehr kurze Erinnerungen. Es wird einen nächsten Monat geben. Es wird ein nächstes Jahr geben, und ein nächstes Jahrzehnt, und (sollte der Herr warten) in 50 Jahren, wenn wir alle weg sind, werden reinrassige Hunde ein Fläschchen im Alter von acht Wochen bekommen und es wird einen Ausdruck von siebzig oder achtzig geben Akronyme, von denen wir die meisten noch gar nicht kennen. Im Moment scheint es das Schlimmste auf der Welt zu sein, dass es diese Krankheiten gibt. Ich vermute stark, dass wir nicht an der Spitze des Eisbergs sind. Wenn wir unsere Züchtungsgewohnheiten radikal ändern, um diese Krankheit, die wir bisher noch nicht genau kennen, anzupassen, werden wir uns noch mehr Krankheiten zuziehen, die das Potenzial haben, weitaus schädlicher zu sein. Bitte beachten Sie, dass ich nicht beabsichtige, unsere Zuchtgewohnheiten zu ändern, nur dass wir sie nicht ändern. Wir wissen einfach nicht, wie man es richtig macht.

Ich sehe auch eine Flut von schlechter Wissenschaft, nicht von den Forschern, sondern von den Aussagen über die Krankheitsinzidenz für DM. Jeder sagt: "Das Auftreten der Rasse war schon immer sehr gering, aber wir gehen davon aus, dass die Menschen nicht nekropsierten" oder

"Wir haben immer gedacht, dass sehr wenige von Rasse X DM hatten, aber jetzt nehmen wir an, dass viele der Todesfälle, die wir gesehen haben, das Ergebnis von nicht diagnostiziertem DM sind." Nehmen wir an, Leute. Es ist eine schlechte Wissenschaft. Es ist, weil die Inzidenz von gefährdeten Hunden so erschreckend hoch ist, dass jeder jetzt versucht, Todesfälle auf DM zu schreiben. Statistiken funktionieren NICHT so. Sie nehmen nie ein Ergebnis und wenden es an die Bevölkerung an; Sie nehmen die Bevölkerung und entwickeln ein Ergebnis. Was wir wissen, ist ein Bild eines extrem niedrigen Anteils an klinischer DM im Vergleich zu den gefährdeten ("positiven") Hunden. Wenn in den nächsten zwei Jahrzehnten gut kontrollierte Studien zeigen, dass dieser Anteil höher ist, können wir etwas sagen. Wir sollten jetzt nicht annehmen oder vermuten.

Und, heilige Hannah, wir sollten noch keine Hunde aus dem Genpool entfernen.

Ich habe manchmal das Gefühl, dass wir im Gegensatz zu den schlechten Züchtern und Welpenmühlen, die nach einer Möglichkeit zur Zucht suchen, den umgekehrten Fehler machen. Wir werden die geringste Entschuldigung überspringen, um keinen einzelnen Hund zu züchten. Und dann, in einem Beispiel von massiver Ironie, enden wir damit, den Genpool so weit zu reduzieren, dass wir an einer Reihe von genetischen Krankheiten festhalten, die genau das erfüllen: "Kaufen Sie kein reinrassiges Tier; sie sind alle mit Gesundheitsproblemen "Propaganda durchlöchert. Wir MÜSSEN die Krankheit reduzieren oder zumindest die gesunde Rasse erhalten, die wir haben.

Aber wir MÜSSEN es vorsichtig und mit ALLEN Informationen tun, die wir brauchen, um eine gute, weise, überlegte Entscheidung zu treffen.

Hinzufügen von heute: Nancy Willoughby bringt einen sehr wichtigen Punkt, dass ein Gen wie dieses eine sein könnte, die eine breite Palette von Autoimmunerkrankungen beeinflusst. Was die Frage aufwirft "Was ist eine Autoimmunkrankheit?" Dies sind keine einfachen Gleichungen. Autoimmunkrankheiten, ob diese (DM) oder das gesamte Spektrum betrachtend, sind extrem komplex und wir wissen wirklich nicht, wie viel Genetik sie beeinflusst - oder, ich würde sagen, wir wissen es, aber wir haben keine Ahnung, in welchem ​​Ausmaß . Am ehesten kenne ich die Autoimmunhypothyreose, die (zumindest in der Dane-Studie) stark von der Impfung beeinflusst wurde, weil die Hunde auf das Adjuvans der Impfstoffe sensibilisiert wurden, so dass sie ihre Schilddrüse selbst angriffen . Also sagst du dann: "Nun, es war eine genetische Schwäche, Hunde sollten das nicht tun", oder sagst du: "Dem Hund ging es gut, bis er geimpft wurde; Es ist die Schuld des Impfstoffes. "(Ich bin übrigens kein Impfgegner.)

Auch wenn es sich um ein verallgemeinertes Maß für eine gewisse Vorliebe für Autoimmunerkrankungen handelt, würden wir immer noch die Umwelt, Verletzungen und Angriffe auf das Immunsystem als schwere, sogar primäre Ursachen ansehen.
Wenn ich meine Seifenkiste, von der ich weiß, dass sie nicht populär ist, in einem Absatz destillieren kann, wäre es das.

Bitte glaube nicht, dass ich nicht dafür bin, zu testen oder eine Bevölkerung zu formen, um das Auftreten einer Krankheit zu verringern. Eine Rasse zu erhalten, wenn nicht besser zu machen, ist unsere heilige Pflicht; Nichts kann wichtiger sein. Ich denke nur, dass wir mit DM noch nicht annähernd so weit sind. Dies ist nicht wie PRA, das ist nicht wie Schilddrüse, das ist nicht wie Herz, das ist nicht einmal wie Hüftdysplasie. Wir brauchen viele Jahre des Testens und Beobachtens, um zu bestätigen, dass dieses Gen das richtige ist, und dass wir eingreifen können, bevor wir den äußerst riskanten Schritt der Verengung unseres Genpools unternehmen.




Linienzucht

Ich habe mich ja lange nicht mehr zu Wort gemeldet. Das soll sich hiermit aber ändern. 
Heute möchte ich mal das Thema Linienzucht näher beleuchten. Was bedeutet linienzucht überhaupt und was bezweckt man damit?
Jeder Verein hat diesbezüglich andere Regelungen die manchmal doch recht ins Makabere rutschen, so dass man sich als Züchter der sich mit Genetisch und Vererbung beschäftigt fragt, wer diesen Blödsinn verzapft hat.
Als erstes möchte ich klar stellen, dass ein guter Züchter in meinen Augen definitiv sich als erstes mit der Vererbung und bitte nicht nur was Erkrankungen und Farben angeht, auseinandersetzt. Hier ist es definitiv notwendig auch Ahnentafeln lesen zu können.
Aber zurück zum Thema.  In der Linienzucht unterscheidet man zwischen "gesunder" und "ungesunder" Linienzucht.  Hierbei geht es insbesondere darum einen Typ zu festigen und Erbfehler zu finden und raus zu züchten. Um dies am schnellsten zu erreichen, dient die "gesunde" linienzucht. Auch wenn jetzt viele aufschreien werden, dies beinhaltet die Zucht mit eng verwandten Tieren wie mutter/Sohn , Vater/Tochter und Großeltern/Enkel verpaarung.  Letzteres besonders , da man sowieso sagt : "schau dir die Großeltern an, dann weist du wie die Enkel aussehen werden. Aus eigener Erfahrung kann ich dies bestätigen, wenn ich mir meine Würfe und Würfe von meinen Nachzuchten anschaue.  Auch hierbei sollte man genau wissen auf welches Großelternteil man züchten möchte. Zur  "gesunden" linienzucht zähle ich unter vorbehalt auch Halbgeschwisterverpaarungen. Dies allerdings nur wenn dank der einen Seite genug outcrossverpaarungen gemacht wurden. Mal als Bsp. man hat eine Hündin und nimmt einen Rüden welcher den selben Vater hat. Beide haben aber in den Mutterlinien viel outcrossverpaarungen welcher aber immer noch gut zum gewünschten Typ (hier der des gemeinsamen Vaters) passt. Dadurch würde dieser Typ in der Weiterzucht gefestigt werden. Allerdings sollte man danach wieder in die Outcrossverpaarungen gehen.
Die "ungesunde" linienzucht ist die Zucht mit Tieren enfernter verwandten Grades wie Onkel/Tante oder Cousin /Cousine. Klar hat man auch hier einen gewissen gleichen Typ, aber wenn man sich nicht mit den in den Ahnentafeln befindlichen Ahnen auskennt kann dieser Schuss ganz schnell nach hinten los gehen und man bekommt schwere Erbfehler u.ä. Sachen in die Zucht. Wenn man dann mit diesen vermeintlich tollen Nachwuchs weiter züchtet verschleppt man diese Fehler immer weiter und es endet irgendwann in einer Katastrophe.  Daher sollte man immer als Züchter so verantwortungsvoll sein und sich mit diesem Thema eng befassen. Auch die den Vereinen unterstellten Zuchtleiter sollten über dieses Wissen verfügen um gegebenfalls einschreiten zu können bzw. Erlaubnis für bestimmt Verpaarungen geben zu können.  Leider wird in vielen Zuchtordnungen die "ungesunde" Linienzucht propagiert und die "gesunde" Linienzucht verteufelt bzw nur halbwegs und unter Auflagen erlaubt.
Auch hier muss ich in diesem Fall das Beispiel USA vs. EUROPA nehmen. Warum wohl gibt es in den USA wesentlich geringere Unterschiede in Wesen und Typ des Collies im Gegensatz zu Europa?  Sicherlich auch weil dort der Standard detaillierter ist, aber in erster Linie, weil sich die Züchter dort auch dank ihres Mentoren Programms von vornherein mit dem Thema Linienzucht und Vererbung auseinander setzen. Dies soll aber natürlich nicht heißen das alles was in den USA gesichtet wird auch in Ordnung ist. Denn auch dort wie hier und anderswo gibt es schwarze Schafe die sich einen Dreck drum scheren was sie da züchten. Hauptsache es bringt Geld ein.
Also bitte schaut Euch die Züchter denen ihr Vertrauen wollt genau an
. Fragt sie aus und lasst Euch bitte nicht nur über Erkrankungen aufklären.  Der Collie ist noch eine recht gesunde Rasse und das soll auch so bleiben. Auch wenn es gern anders propagiert wird. Und ich habe mit Absicht Züchter und nicht Verein geschrieben, weil nicht der Verein macht einen guten Züchter aus.
In diesem Sinne War das der letzte Post für dieses Jahr. Ich wünsche all meinen Lesern an frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins Jahr 2018

Die Zuchthündin, oder was alles schief gehen kann

Nun bin ich oft genug auf die Rüden eingegangen, dass es nun mal zeit wird auch die Hündinnen  unter die Lupe zu nehmen.
Idealerweise kann man mit einer gesunden Hündin anfangen zu züchten, wenn diese 18 Monate alt ist, alle Untersuchungen und die zuchtzulassung hat. Wie gesagt idealerweise.  Das erste " Problem" besteht schon mal darin zu erkennen ob die Hündin überhaupt schon bereit ist für Welpen. Es gibt auch hier wesentliche Unterschiede und man kann sich eine Zuchthündin ordentlich versauen, wenn man sie decken lässt, obwohl sie noch gar nicht bereit ist Welpen zu bekommen. Daß "geringste" daraus resultierende Problem wäre eine Hündin die sich danach nicht mehr decken lässt. Des weiteren wird sie die Welpen nicht richtig aufziehen, bzw komplett ablehnen, was einen immensen Mehraufwand für den Züchter bedeutet bis hin zur kompletten Handaufzucht, was ein 24/7 fulltimejob ist.
Wenn man nicht bereit ist diesen Aufwand in Kauf zu nehmen, sollte man vom Thema Zucht definitiv Abstand nehmen.
Dann gibt es aber auch das Problem, dass Hündinnen aus gesundheitlichen Gründen gar keine Welpen bekommen können. Das ist wie bei uns Menschen auch. Sei es durch Deformierungen der Gebärmutter, ausgeartet Eierstöcke und ähnlichem. Nur wie erkennt man das?
Nun entweder man lässt seine zukünftige Zuchthündin bereits vor dem ersten Deckakt untersuchen, oder aber spätestens nach einer Fehlgeburt oder dem Leerbleiben der Hündin ( vorausgesetzt der Rüde ist gesund und hat intaktes Sperma). Sicherlich können auch andere Faktoren wie Stress zum Leerbleiben führen aber so etwas kann man durch eine Untersuchung ebenfalls abklären.
Ich finde auch Deckrüdenbesitzer sind hier in der Verantwortung zumindest nach zu fragen ob es früher bereits Probleme gab. Denn meist wird zuerst der Rüde verdächtigt.
Was für mich an Tierquälerei grenzt, ist das manche Züchter wirklich der Meinung sind ihre Hündin muss Welpen bekommen, weil sie so toll ist. Dann wird x-mal zum Rüden gefahren zur Not künstlich befruchtet, weil die Hündin sich nicht decken lässt. ( schon mal was von Instinkten gehört ?)
Die Hündin bleibt immer noch leer, ok dann untersuchen wir halt doch mal die Hündin, und oh Schreck sie hat z.b. Zysten amn den Eierstöcken. Was nun?  Hier wäre bei mir definitiv Schluß, die Hündin würde kastriert!!!
Aber es gibt auch andere Züchter die so stur darauf beharren das ihre Hündin Welpen bekommen muss. Also versucht man es mit Hormonbehandlung.  ( daß Portemonnaie  des Tierarztes freut sich und das neue Auto ist schon in Planung) Die Hündin hat natürlich auf Grund der ständigen Deckversuche bis zur Ursachenforschung auch ein gewisses Alter erreicht, in dem man davon absehen sollte sie noch Welpen bekommen zu lassen, aber nein der Tierarzt sagt nun ist alles ok , also wird vorsichtshalber ein anderer Rüde ausgewählt als der ursprüngliche Wunschkandidat, damit es ja auch nicht auffällt.
Mal ganz ehrlich, wie bescheuert ist das?  Man muss auch mal akzeptieren, dass diese Hündin von der Natur nicht vorgesehen wurde Welpen zu bekommen. Warum ignoriere ich alle Gefahren von Fehlgeburt, Gebärmutterentzündung bisher zum Tod der Hündin? Selbst wenn alles gut geht, so kann man  doch nicht sagen was die Welpen an "Schäden" vererbt bekommen. Das ist für mich unverantwortliche Zucht und ein Betrug am Deckrüdenbesitzer und denzukünftigen Welpenkäufern.
Auch wenn ich selber Züchterin bin, so sind meine Hunde in erster Linie Familienmitglieder und Partner und keine Gebärmaschinen. Und egal wie toll ich meine Hündinnen finde und der Meinung bin sie würden bestimmt tolle Welpen bringen, so steht das nie an erster Stelle, dazu liebe ich sie viel zu sehr.

Wahres Alter unserer Collies und daraus schließende Änderungen in der Zucht

Ich kenne diese Rechnung zwar bereits seit 2010, aber leider hält sich hartnäckig die Unwissenheit über das wahre Alter unserer Hunde.
Wir wissen alle das große Rassen eine geringere Lebenserwartung haben wie kleinere Rassen. Ausnahmen bestätigen auch hier die Regel, aber die alte Rechnung 1 hundejahr = 7 menschenjahre geht hier bei nicht auf. 
Daher finde ich es wichtig darüber aufzuklären wie richtig gerechnet wird.

 
Eine einfachere Rechnung gilt auch ganz gut und ist etwas einfacher. Man nimmt einfach die ersten 2 Jahre x12 und jedes weiter +5. Also 1 Jahr = 12 Jahre, 2 Jahre = 24 Jahre, 3 Jahre dann = 29 Jahre usw. 
Da muss man doch überlegen ob die gängigen zuchtordnungen mit ihrer erlaubten zuchtfähigkeit von Hündinnen bis zum vollendeten 8. Lebensjahr noch gerechtfertigt sind. Schließlich sind dann gerade Hündinnen ab 15 kg  bereits weit über die 60 Menschenjahre.  Und selbst in der Humanmedizin steigt die Gefahr einer Risikoschwangerschaft ab einem Alter von 35 Jahren.  Zumindest was eine Erstlingsschwangerschaft angeht. Warum tun wir das dann unseren Hündinnen an? Sie bekommen schließlich zwischen 4 und 12 Welpen pro Wurf. In den USA halten es daher viele Züchter so, dass sie bereits mit 12 Monaten also der 2. Hitze decken. Oft auch mehrere Hitze hintereinander sofern die Hündin sich gut erholt hat, und nehmen die Hündin mit 5 Jahren aus der Zucht. Dadurch haben sie weniger Pyometrafälle ( die Hündinnen werden dann meist auch kastriert) aber auch sehr kleine Würfe bis Einzelne welpen die oft bei älteren Hündinnen vorkommen können werden ausgeschlossen. 
Oft kommen dem natürlich die HD Untersuchungen im Alter von frühestens 15 Monaten bei Hündinnen gegen. Hier sollte man wirklich überlegen das es inzwischen ein neues Verfahren gibt. Dieses nennt sich penn-hip wird im Alter bis 20 Wochen durch geführt und schließt damit die erbliche HD aus. zudem wird bei diesem Verfahren der Hund nicht überstreckt sondern in natürlicher Haltung und ohne tiefere Narkose geröntgt.  
Als dies könnte auch zu einer qualitativ höheren Zucht führen. Aber ob sich die zuchtkommissionen da wirklich mal Gedanken drüber machen?